Liebe Leser
Heute führt uns unser Rundumschlag"
auf alle Kontinente außer Asien.
Die Artikel über Südamerika,
Australien und Ukraine wurden alle drei umfangreicher als ursprünglich
eingeplant. Daher mußte unser Bericht über die Japanischen
Museumsbahnen, obwohl bereits fertiggestellt, aus Platzgründen verschoben
werden. Wir nutzen die Gelegenheit, weitere Infos und zusätzliches
Bildmaterial zu bekommen.
Übrigens ... heute schon vormerken: Unser jährliches
Treffen mit Mitarbeitern und Lesern ist auf den 23. Januar 1999 in Siegburg
(Clubheim des Eisenbahnclub Rhein/Sieg) festgelegt. Neben Erfahrungsaustausch
und weiteren Planungen für die Zukunft sind auch Video/Dia- oder
Schmalfilmvorführungen vorgesehen. Interessenten sind herzlich willkommen
(bitte anmelden!), zur näheren
Information wenden Sie sich bitte an mich.
Ihr Karl-W. Koch
Abschied von einem Freund
zu nehmen ist
immer schwierig. Noch schwieriger ist es, wenn der Abschied für immer ist
und unerwartet kommt. Ein derart unerwarteter Abschied für immer hat mich
(und die gesamte Redaktionsmannschaft) im Mai aus heiterem Himmel getroffen. Auf
ein eMail an Bill Tasker bezüglich der nächsten geplanten Artikel
antwortete seine Freundin mit der Schreckensmeldung, Bill sei vor wenigen Tagen
plötzlich verstorben. Offenbar machte die Herzschlagader nicht mehr mit:
Obwohl mitten in L.A. bei bester und sofort erfolgter medizinischer Versorgung,
verblutete er innerhalb weniger als einer Stunde.
Bill war ein unorthodoxer,
ruheloser, aber auch lebenslustiger Mensch. Ob als Filmmusikkomponist in
Hollywood, Musikprofessor in Nigeria oder Englischlehrer in München, immer
wieder zog es ihn auf Reisen, vornehmlich zu den Straßenbahnen aller Welt.
Aber auch Eisenbahnen (moderne Traktion wie die Dampflok), Kultur und
landschaftliche Reize hatten es ihm angetan.
Gerade wieder war er nach
langen Jahren in die USA zurückgekehrt. Wir hatten bei einem Besuch Wochen
zuvor besprochen, wie es weitergehen sollte. Pläne wurden geschmiedet, die
Nachrichtenrubriken Nordamerika und Straßenbahnen weltweit sollten
angegangen werden, ein Alaskabericht wurde geplant. Die Reise dorthin war ihm
nicht mehr vergönnt, wenige Tage zuvor kam das Aus". Den
Alaska-Artikel finden Sie dennoch in dieser Ausgabe, seine Freundin Sharon
machte die für sie sicher um so schwierigere Fahrt, aber wahrscheinlich war
es auch der richtige Weg für sie, Abschied zu nehmen.
Zu sagen Er
wird uns fehlen" ist zwar eine der üblichen Floskeln, aber vor allem
in einem Punkt falsch: Er fehlt uns jetzt schon!
Leb wohl, Bill
Karl-W. Koch
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