Editorial Heft 2/2005


Liebe Leser
Heute geht die Reise mal wieder ins nördliche Amerika. Allerdings bin ich meinen Vorsätzen nicht untreu geworden, mich den nach den Anschlägen vom 11. September schon fast bis jenseits der demokratischen Rechtsstaatlichkeit gehenden Sicherheitsgesetzen (sog. "Patriot's Act") in den USA zu unterwerfen. So groß kann die Liebe zu den Bahnen der USA gar nicht sein - zumindest derzeit plane ich bis auf Weiteres keine US-Reise...

Aber Kanada ist ein guter Ersatz, wenngleich auch hier der 9.11. seine Spuren hinterlassen hat, wie Sie gleich lesen werden. Aber es ist und bleibt eben doch ein Unterschied, ob ein Staat seine Gesetze verschärft und deren Einhaltung stärker als bisher kontrolliert (so in Kanada) oder in schon fast schizophrener Panik in jedem Fremden zunächst einmal den Terroristen sieht, welcher dann gefälligst zu beweisen hat, dass er eigentlich harmlos ist und sich gleichzeitig wie in Guantanamo und andernorts einen Teufel um nationales und internationales Recht schert.

Also Kanada: Nachdem ich den Westen bereits mehrfach ab 1993 und auch bereits einmal den Osten um Toronto und Montréal besucht hatte, sollte es diesmal die "ganze Breite" werden. Es wurde ein Abenteuer, eines mit gutem Ausgang, aber lesen Sie doch selbst: "Der Held geht von Bord. Die lange, stürmische Atlantiküberquerung..." Viel Spaß bei der Reise quer durch einen Kontinent wünscht Ihnen

Ihr

Karl-W. Koch


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