Polens Schmalspurstrecken blicken auf eine fast 150jährige Geschichte
zurück. Bereits 1851 erforderte der Hüttenbetrieb in Oberschlesien den
Bau von 90 Streckenkilometern. Neu entstandene Zuckerfabriken webten filigrane
Feldbahnnetze. Ab 1892 überzog die legendäre Firma Lenz&Co Pommern
mit Schmalspurbahnen.
Während des ersten Weltkriegs erschlossen
Munitions- und Nachschubstrecken das infrastrukturschwache Land. Nach Kriegsende
versuchte das neu entstandene Polen, die zahlreichen Bahnen miteinander zu
verbinden. Weitere Erschließungsbahnen und erste Vereinheitlichungen
folgten zwischen den Kriegen.
Der kommunistische Nationalstaat setzte diese
Politik nach 1945 konsequent fort. Riesige Kombinate der Schmalspur",
Netze mit bis zu 1500 km Länge, entstanden in der Standardspurweite von 750
mm, welche zum Teil heute noch befahren werden.
W. Clössner und C. Gussmann geben in ihrem Reiseführer zu
den Schmalspurbahnen in Polen" einen Überblick über den aktuellen
Betrieb und seine historische Entwicklung. Bereits stillgelegte Bahnen sind
ebenfalls aufgeführt. Neben allgemeinen Reisetips zu Polen werden auch die
heute eingesetzten Triebfahrzeuge und die drei Schmalspurmuseen beschrieben.
Wolf-Dietger Machel berichtet über seine persönlichen
Reiseerinnerungen aus den 70er Jahren.
Eine doppelseitige Karte erleichtert
das Auffinden der Strecken. Fahrpläne aller Personenzüge, Übersichtskarten
und Gleispläne besonders interessanter Bahnhöfe runden den Reiseführer
im praktischen Mitnahme - Format A5 ab.
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