England 15 Minuten nach Heathrow [III/1998]
(FAZ) Ab Ende Juni 1998 verkehrt der Heathrow Express, der den Flughafen in 15
Minuten Fahrzeit mit der City (dem altehrwürdigen Bhf. Paddington)
verbindet. Die Schnellbahn war seit 1986 geplant, der Bau wurde 1994 begonnen
und kostete 300 Mio. £. Träger sind die BR und die BAA (British
Airport Authority).
Die 14 von Siemens gelieferten Züge verkehren im 15
Minuten Takt. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 160 km/h. Fahrkarten
sind am Bahnhof, am Flughafen und unterwegs erhältlich, der Fahrpreis beträgt
10,- £ (Vergleich: U-Bahn 3,20 £) und ist in den gängigen europäischen
Währungen zu entrichten. Die Raumaufteilung ist so gestaltet, daß
Reisende ihr Großgepäck dauerhaft im Auge behalten können,
bisher bei der U-Bahn offenbar ein Problem. Ein Einschecken des Gepäcks in
Paddington ist ebenfalls möglich.
Auf der Jungfernfahrt klappte es
nicht ganz, die Fahrzeit betrug 21 Minuten: Auch auf den Schienen (innerhalb der
City) gibt es offenkundig Staus! Auf 2/3 Strecke werden vorhandene Gleisanlagen
der Great Western mitbenutzt, das letzte Drittel ist Neubau.
Final gelöst
sind die Probleme damit noch lange nicht, schließlich liegt Paddington
selber am Rande der City und ist von den verschiedenen Teilen der Innenstadt
nicht unbedingt schnell erreichbar. Daher ist eine Verlängerung (genauer:
ein Abzweig) nach dem zentraleren Kings Cross in Bau, die 2001 in Betrieb gehen
soll. Auch eine Anbindung des Eurostar" an Heathrow ist im Gespräch.
Das Letzte: Fortschritt der Technik? [III/1998]
(FAZ)
Ein Vergleich der Fahrzeiten von 1898 und heute brachte in England erstaunliche
Ergebnisse: etliche Nahverkehrszüge waren damals nicht oder nur
unwesentlich langsamer. So wurde die Strecke Portsmouth - Southhampton 1898 in
35 Minuten bewältigt, der aktuelle Fahrplan weist dagegen eine Fahrzeit von
44 Minuten aus. Als Ursache wird vermutet, daß die Bahngesellschaften die
Fahrzeiten sicherheitshalber reichlich" kalkulieren, um Bußgelder
bei Verspätungen vorzubeugen. Dem hält der Verband der
Bahngesellschaften entgegen, mit dem Auto sei man in London schließlich
auch langsamer als zu Zeiten der Pferdedroschke!
Mit Hochgeschwindigkeit zum Flug [III/1998]
(FAZ) Ab Herbst wird die Hochgeschwindigkeitsverbindung zwischen dem Flughafen
und der norwegischen Landeshauptstadt Oslo in Betrieb genommen. Die Neitech-Züge
können bis zu 210 km/h schnell fahren, was einer Reisedauer von 20 Minuten
entspricht. Die Züge verkehren im 10-Minuten-Takt.
Di6-Rückgabe an Siemens [III/1998]
(FE/Richard
Holtz) Die Norwegischen Staatsbahnen (NSB) haben am 8. Juli einen Vertrag mit
der Siemens Schienenfahrzeugtechnik GmbH Kiel über die Lieferung von 11
sechsachsigen dieselelektrischen Streckenloks der Baureihe Di 6 gelöst,
nachdem das Unternehmen nicht in der Lage war, die Diesellokomotiven im
vereinbarten Umfang einsatzbereit zu halten. Mit dieser beispiellosen Maßnahme
reagieren die NSB auf eine sich über mehrere Jahre erstreckenden
Pannenserie. Die Norweger fordern nicht nur den vollen Kaufpreis von 300
Millionen Kronen (75 Millionen Mark) zurück, sondern verlangen darüber
hinaus noch Kompensation für die durch die ständigen Ausfälle der
Maschinen entstandenen Schäden. Mit im Geschäftsleben ungewöhnlicher
Schärfe warfen die NSB Siemens in einer Presseerklärung zudem öffentlich
vor, der mangelhaften Zuverlässigkeit der Maschinen nicht die nötige
Beachtung beizumessen. "Sie kamen mit Klebeband und Bindfaden, wo sie die
Konstruktion hätten ändern müssen." zitiert die schwedische
Tåg einen NSB-Mitarbeiter. "Sie haben herumexperimentiert. Siemens
hat die ganze Zeit versucht, die Probleme mit sowenig Arbeit wie möglich
und zu den geringsten Kosten zu lösen," äußert sich
NSB-Techniker Jan Runesson in der Tåg.
Die Empörung in Norwegen war zunächst so groß, daß NSB-Generaldirektor Osmund Ueland sagte, daß man den Betrag einklagen werde, sollte Siemens nicht innerhalb von acht Tagen zahlen. Vor einem Prozeß wird sich aber einstweilen eine Schiedskommission, bestehend aus einem Vertreter der NSB, einem von Siemens und einer neutralen Person, des Themas annehmen. Sollte Siemens die Lokomotiven zurücknehmen müssen, wäre es das erste Mal, daß einem deutschen Lokhersteller eine ganze Bauserie wieder auf den Hof gestellt wird.
Die NSB haben 1992 bei der damaligen Krupp Verkehrstechnik GmbH - später Siemens Schienenfahrzeugtechnik GmbH - 10 Streckendiesellokomotiven vom Typ Di 6 bestellt. Im Jahre 1993 wurde der Auftrag um 2 Lokomotiven erhöht. Sie basieren auf den drei durch die damalige Bundesbahn erprobten Loks der Baureihe 240. Allerdings wurde die gesamte Elektrik umkonstruiert, da sie noch vom Siemens-Wettbewerber ADtranz - ehemals ABB - stammte. Die ersten Maschinen sollten im Februar 1995 geliefert werden. Nach mehr als einjähriger Verspätung kamen die ersten 5 Lokomotiven 1996 nach Norwegen. Sie mußten alsbald zur Nachbesserung nach Deutschland zurückgeschickt werden. Unter anderem traten zu hohe Spurkräfte auf, die Fahrmotoren und Bremsen wurden zu heiß, die Temperatur im Maschinenraum war so hoch, daß der Lokführer die Griffe der Zugangstüren nur mit dicken Handschuhen anfassen konnten. Dazu kamen Risse in den Rädern, Kurzschlüsse im Trafo der Zugheizung, Störungen der Computer und unerklärliche Vibrationen. Die nachgebesserten Lokomotiven funktionierten zunächst zufriedenstellend, hatten aber im strengen Winter bei -25° C wieder Computerausfälle. Siemens mußte erhebliche Zugeständnisse machen, beispielsweise die Garantiezeit von 2 auf 4 Jahre verlängern sowie hohe Konventionalstrafen zahlen. Nach einem Motorbrand im vergangenen Sommer brannte am 5. März zum zweiten Mal eine Di 6 auf der Nordlandbahn Trondheim - Bodø. Aus einer geborstenen Leitung ausfließendes Öl hatte sich am Schalldämpfer entzündet. Wenige Tage zuvor hatte sich bei der Di 6 mit der Betriebsnummer 672 der Führerstand gelöst und war nach vorne weggekippt, als die Lok in einen Erdrutsch fuhr. Dies führte zu heftigen Reaktionen des Lokführerverbandes, der um die Sicherheit seiner Mitglieder fürchtete.
Nach diesen Vorfällen und erneuten, für die Norweger
unbefriedigenden Verhandlungen hatten die NSB Siemens am 28.04.1998 angedroht,
den Vertrag zu annullieren, falls die Lokomotiven die vereinbarten
Spezifikationen nicht erfüllen würden. Bis zum Juli sollten die
Lokomotiven eine Verfügbarkeit von 96% erreichen. Zuletzt war jedoch nur
noch eine der 11 Maschinen betriebsbereit. Zwischen Januar und März waren
es nur 5 Lokomotiven, bis zum Juni nur noch 3.
Die NSB werden den Betrieb
auf der Nordlandbahn mit Di 3 (geliefert 1954 - 1969) und Di4 (geliefert 1980)
aufrechterhalten und sich nach einem neuen Lieferanten umsehen. Die ebenfalls
von Siemens an die NSB gelieferten Di 8 Typ MaK G 1205 funktionieren problemlos.
Stillegung [III/1998]
(Carril) Die seit 1965 nur
noch als Industriebahn geführte schmalspurige Ferrocarril del Tajuña
in der Region Madrid wurde November 1997 stillgelegt. Sie stand dem Ausbau einer
Vorortstrecke im Weg. Was aus den 5 relativ modernen Dieselloks (Baujahr 1974)
und 45 Güterwagen (Baujahr 1990-91) werden soll, ist noch nicht bekannt.
Weiter staatlich, aber privat nutzbar [III/1998]
(Recht in Ost und West) Am 11.2. d.J. wurde das Gesetz über die
makedonischen Eisenbahnen" verabschiedet, das im wesentlichen den weiteren
Betrieb als Staatsunternehmen fortschreibt, aber ausdrücklich die Nutzung
der Infrastruktur durch private Unternehmen zuläßt.
Konkurrenz für PKP [III/1998]
(Verkehrsrundschau)
11 polnische Spediteure haben im Juli eine Konzession zum Gütertransport
auf Schienen" beantragt (und wohl mittlerweile erhalten). Bevorzugt wurden
Firmen, die bereits eigene Lokomotiven und Waggons besitzen (z.B. Transporteure
von Kohlebergwerken und Sandgruben). Hintergrund ist u.a. ein Lokführerstreik
bei der PKP im Juni, der für drei Tage den Güterverkehr im gesamten
Land weitgehend lahmlegte.
Transib blockiert [III/1998]
(FAZ) Anfang Juli
wurde zum wiederholten Mal, diesmal im sibirischen Anschero-Sudschensk, von
protestierenden Bergleuten für mehrere Tage der Güterverkehr auf der
Transib blockiert. Schließlich standen 18 Güterzüge auf der
Strecke, während die Personenzüge durchgelassen wurden. Neben den
schon fast alltäglichen Forderungen nach ausstehenden Lohnzahlungen wurde
u.a. auch der Rücktritt von Jelzin gefordert.
Staatsbahn bestellt in Deutschland neue Züge [III/1998]
(NfA)
Die OSE hat im Rahmen ihres Modernisierungsprogrammes der Siemens AG Aufträge
über 600 Mio. DM erteilt. Zur Auslieferung gelangen 20 elektrische, fünfteilige
Triebwagen. Sie sollen 300 Fahrgästen Sitzplätze bieten und mit 160
km/h Höchstgeschwindigkeit zwischen Athen und Thessaloniki verkehren. Außerdem
wurden 24 Elektrolokomotiven und 106 Reisezugwagen bestellt. Die Auslieferung
ist für das Jahr 2000 vorgesehen.
Neue Straßenbahnen für die Ukraine [III/1998]
(NfA) Insgesamt 157 neue Straßenbahnwagen des Typs T6B5 werden ab dem 2.
Halbjahr 1998 ausgeliefert. Für die CKD-Fahrzeuge finden Teile aus
Tschechien wie der Ukraine Verwendung. Die Endmontage wird in der Ukraine
erfolgen. Die neuen Wagen sollen in Kiew, Odessa, Charkow, Dnepropetrowsk und
Dneprodserschinsk eingesetzt werden.
Skoda's Rückkehr auf den GUS-Markt [III/1998]
(NfA) Nach Jahren ohne Aufträge kehrt Skoda auf einen alten Markt zurück.
Als Sieger einer internationalen Ausschreibung erhielt das Unternehmen nun einen
Auftrag aus Rußland. Zwanzig Lokomotiven der Typenreihe EP 100 und EP 300
sollen mit einer elektrischen Ausrüstung versehen werden. Geliefert werden
die Ausrüstungen, sie müssen hohe Temperaturschwankungen aushalten, ab
1999. Die Lokomotiven selber werden in Kolomna gebaut. Komplette Lokomotiven
nach Rußland zu liefern ist heute unmöglich, nachdem das Land 1990
den Beschluß faßte, die Inlandsfertigung auszubauen. Skoda lieferte
zwischen 1958 und 1990 2.500 Lokomotiven in die ehemalige Sowjetunion.
Neues von den Lokherstellern [III/1998]
(X2200S,
Trains) Nachdem General Motors in den achtziger Jahren die Produktionskapazitäten
reduziert hatte, es mußte sogar das traditionsreiche Werk in La Grange
aufgeben werden, herrschen heute eher Lieferengpässe.
Bereits seit
1995 baut CONRAIL die meisten GM Loks im eigenen Ausbesserungswerk zusammen.
Canadian Pacific wird in Kürze ebenfalls mit einer eigenen Fertigung
beginnen. BNSF erhält zur Zeit über 100 Loks, die Bombardier Mexico
fertigt. Die Firma Super Steel in Schenectady ist am Bau von Reisezugloks für
AMTRAK und Long Island Railroad beteiligt.
Geplante neue Bauarten mit
kleinerer Leistung werden zum ersten Mal keine eigenen Motoren erhalten. Diese
sollen von Caterpillar zugeliefert werden.
Mehrere Firmen hatten in den
letzten Jahren versucht neue Lokomotiven auf den Markt zu bringen. Die Resultate
waren eher ernüchternd. Peoria Locomotive Works gab 1997 wieder auf. Aus
Republic Locomotive wurde 1997 Blue Ridge Heavy Industries, ohne daß sich
bisher erwähnenswerte Aufträge ergäben hätten.
Morrison
Knudson ging 1997 Pleite. Die Auffanggesellschaft Boise Locomotive führt
den Betrieb weiter.
Lokverleihfirmen [III/1998]
Das Vermieten von älteren
Lokomotiven hat in den neunziger Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen. Zuvor
war dies eher ein Randthema, dominiert von Schrotthändlern. Die wichtigsten
Firmen, NRE und Helm, haben besitzen mehrere hundert Einheiten.
Die
Mietlokflotte von Morrison Knudson wurde nach deren Pleite 1997 aufgelöst.
General Motors und GATX legten 1996 ihre Bestände zur neuen Organisation
Locomotive Leasing Partners zusammen.
Regionale Bahngesellschaften [III/1998]
Der
Verkauf weniger wichtiger Strecken durch die großen Bahngesellschaften
geht weiter, allerdings hauptsächlich in Kanada. So hat sich die Canadian
Pacific aus den Atlanic Provinzen vollständig zurückgezogen.
Die
Konzentration bei den regionalen Betreibergesellschaften hält an. Omnitrax
hat inzwischen etwa 14 Bahnen in Betrieb, darunter 812 Meilen in Manitoba als
Hudson Bay Railway und 279 Meilen in Saskatchewan als Carlton Trail, beide 1997
von der Canadian National übernommen.
Pioneer Railcorp und Rail
America sind jeweils auch bei 14 bis 15 Bahnen angelangt. Genesee & Wyoming
konnte 1997 ebenfalls nach Kanada expandieren, u.a. mit der Chemin de fer Quebec
Gatineau (über 350 Meilen ex Canadian Pacific in Quebec). Railtex betreibt
inzwischen schon 30 Bahnen. Durch Übernahme von zwei Bahnen in Indiana
entstand in Indiana und Ohio ein zusammenhängendes Netz von etwa 900
Meilen.
CONRAIL Aufspaltung [III/1998]
Die Aufsichtsbehörde
STB hat am 23.7.98 die schriftliche Genehmigung erteilt, CONRAIL auf CSX und
Norfolk Southern aufzuteilen.
Schnellere AMTRAK [III/1998]
(FAZ) Die AMTRAK
will in den nächsten Jahren 10 Mrd. $ in den Bau von
Hochgeschwindigkeitsstrecken investieren. Neben der Strecke Los Angeles - San
Francisco stehen u.a. die Linien Miami - Orlando und Los Angeles - San Diego auf
der Liste. Zwischen Los Angeles und San Francisco soll eine
Hochgeschwindigkeitsstrecke (max. 350 km/h) entstehen. Die Fahrt zwischen den
beiden kalifornischen Metropolen würde auf knapp 3 Stunden verkürzt,
rechnet man ab/bis City inkl. Staus, liegt der Zug dann selbst im Vergleich zum
Flugzeug vorn!
Die kalkulierten Gesamtkosten liegen bei 36 Mrd. $, der
Ausbau soll in den nächsten zwei Jahren beginnen.
Auf zahlreichen
weiteren Strecken sollen modernere Fahrzeuge die Fahrzeiten verkürzen. So
ist geplant, auf der Verbindung Washington - New York - Boston Neitechzüge
einzusetzen und damit die Fahrzeit von heute knapp 9 Stunden auf 6 Stunden zu
verkürzen. Die Strecke Washington - New York war im vergangenen Jahr übrigens
die einzige AMTRAK-Strecke (von 40), die Gewinn einfuhr. Insgesamt wurden 1,4
Mrd. $ Verlust gemacht, jede Fahrkarte auf den Fernverbindungen wurde mit 100 $
subventioniert.
Big Boy II [III/1998]
(Internet: Trains
Magazine Online, Kalmbach Publishing Co.) Der als Spezialist für
Lokrestauration bekannte Gary Bensman, Diversified Rail Services, begutachtete
die 4018 anfang April. Bensman äußerte sich höchst optimistisch:
good condition, an excellent candidate for restoration". Näheres
zu den Big Boys und ihrer Geschichte finden Sie in unserem Themenheft Union
Pacific" (FE 1/1995).
Weitere US-Nachrichten im Internet finden Sie unter http://www.kalmbach.com/trains/trains.html.
Kein Auslauf für die schwarzen Riesen [III/1998]
(Trains) Das Angebot an 'Mainline Steam' in den USA ist 1998 erschreckend dürftig.
Hauptgrund sind die anhaltenden Turbulenzen innerhalb der großen
Eisenbahngesellschaften. In der Mai-Ausgabe von Trains findet sich eine
Aufstellung der hauptbahntauglichen Dampflokomotiven mit den geplanten Einsätzen
1998:
Milwaukee Road 261:
Der einzige Lichtblick, mit 72
geplanten Betriebstagen hauptsächlich vor Sonderzügen für
Mitarbeiter der BNSF im Nordwesten der USA.
Southern Pacific 4449:
drei Fahrten geplant über
Gleise der BNSF in den Bundesstaaten Washington und Oregon.
Union Pacific 844:
aufgrund der anhaltenden
Logistikprobleme der UP lediglich eine Sonderfahrt von Denver nach Cheyenne.
C&O 614:
Einige noch nicht endgültig bestätigte
Sonderfahrten im Nordosten der USA.
Soo Line 1003:
Im August Fahrten in Wisconsin.
Susquehanna 142:
je eine Sonderfahrt im März und
Juni
Folgende Lokomotiven sind oder werden betriebsfähig, ohne daß
(Stand Frühjahr 1998) Hauptbahnsonderfahrten vereinbart waren:
AT&SF
3751
Cotton Belt 819
Louisville & Nashville 152
Nickel Plate 587
Pere Marquette 1225
Soo Line 2719
SP&S 700
Folgende Lokomotiven sind in der Werkstatt ohne Aussicht auf Einsätze
in diesem Jahr:
Atlanta & West Point 290
C&O 2716
Frisco 1522
Nickel Plate 765
Pennsylvania 1361
Reading 2102
SP 2472
UP 3985
Der Peso rollt ... [III/1998]
(IRJ, Januar
1998) GEC Alsthom hat den 8 Mio. £ Auftrag an Land gezogen, die Linie B"
Ciudad Azteca - Buenavista der U-Bahn von Mexiko Stadt mit Signalen
auszustatten. Die 21-Stationen-Strecke soll evtl. um 8 km bis zur Pferderennbahn
erweitert werden. Cofiger, Frankreich, gewann die Ausschreibung für die
Weichen und Kreuzungen derselben Linie im Wert von 22 Mio. US-$. Ausschlaggebend
war wohl das gleichzeitige Angebot zur Sanierung der Linie 2, welche in
Zusammenarbeit mit einem mexikanischen Unternehmen angeboten wurde.
Nachtrag zu FE 2/98 [III/1998]
(X2200S, Trains)
Kurz nach Redaktionsschluß wurde die Lokliste der neuen TFM bekannt. Sie
soll hiermit nachgetragen werden. Sie ist kompatibel mit der Kansas City
Southern und deren Töchtern Gateway Western und Texas Mexican. Auch die
Farbgebung ist gleich. Im Mai wurden die ersten neuen Loks abgeliefert (AC4400CW
von General Electric), die ersten High-Tech Loks in Mexico.
| Typ | Baujahr | Hersteller | Nummer | Achsf. | Leistung | Herkunft |
| SW1504 | ´73 | EMD | 1020 - 1034 | B-B | 1500 | FNM 8820...8852 |
| MP15AC | ´82 | EMD | 1035 - 1045 | B-B | 1500 | FNM 9801 - 9811 |
| GP38-2 | ´75/82 | EMD | 1100 - 1149 | B-B | 2000 | FNM 9200...9264/9901...9909 |
| GP38 | ´70 | EMD | 1150 - 1156 | B-B | 2000 | ex´97 Mietlok von Helm |
| GP40 | ´66-69 | EMD | 1157 - 1160 | B-B | 3000 | ex´97 Mietlok von Helm |
| GP40M-3 | ´98 | BLC* | 1161 - 1179 | B-B | 3000 | * Boise Loco Umbau auf Altlok |
| SD45 | ´66 | EMD | 1200 | C-C | 3600 | FNM 801 |
| SD40/SDP40 | ´68-72 | EMD/GMD | 1300 - 1351 | C-C | 3000 | FNM 8500...8585 |
| SD40-2 | ´72-88 | EMD/Umbau | 1401 - 1439 | C-C | 3000 | FNM 13001...13042 |
| SD40-2/ -3 | U´93-97 | Umbau | 1500 - 1509 | C-C | 3000 | ex´97 Mietlok Helm |
| SD45 | ´66 | EMD | 1510 | C-C | 3600 | ex´97 Mietlok Helm |
| SD40-2 | U´96-97 | Umbau | 1511 - 1515 | C-C | 3000 | ex´97 Mietlok Helm |
| SD40 | ´66-70 | EMD | 1516 - 1521 | C-C | 3000 | ex´97 Mietlok Helm |
| SD45-2 | ´72-73 | EMD | 1522 - 1526 | C-C | 3600 | ex´97 Mietlok Helm |
| SD70MAC | ´99 | GMD * | 1600 - 1674 | C-C | 4000 | * Endmontage in Mexico (bestellt) |
| B23-7 | ´81 | GE | 2100 - 2106 | B-B | 2250 | FNM 1-01/9160...9168/10025...10040 |
| C30-7 | ´81-89 | GE | 2200 - 2267 | C-C | 3000 | FNM 9645...9651/11003...11168 |
| C30-7SSN | ´90-92 | GE/Umbau | 2300 - 2392 | C-C | 3000 | FNM 14051...14599 |
| CMP30-S7N | U´94 | Umbau | 2393 - 2405 | C-C | 3000 | FNM 15000 - 15012 |
| AC4400CW | ´98-99 | GE | 2600 - 2674 | C-C | 4400 | (ab 2650 bestellt) |
| E60C | ´82-83 | GE | EA 001...039 | C-C | 6000 | FNM gleiche (22 Stück) Ellok |
Gebrauchtwagen [III/1998]
(Carril) Insgesamt 70
Reisezugwagen wurden gebraucht in Spanien gekauft. Im einzelnen sind dies 5
Heizwagen (DG9), Baujahr 1984, sowie 5 Speisewagen (R12) und 60 Liegewagen
(Bc11x), die in den sechziger Jahren nach Bundesbahn-Vorbild gebaut und 1987-91
rekonstruiert worden waren.
Fataler Kupplungsbruch [III/1998]
(FAZ) 20
Menschenleben forderte im April im indischen Parli Vaijnath (Bundesstaat
Maharashtra) der Aufprall von Güterwagen eines gerade losfahrenden Zuges
auf einen im Bahnhof stehenden Personenwaggon.
Neue Dampflok [III/1998]
Im März 1998
begann JR East mit dem Wiederaufbau der Dampflok C 57 180. Diese Pazifiklok,
1946 gebaut, stand seit ihrer Ausmusterung 1969 auf dem Spielplatz einer
Grundschule in Niitsu, ca. 250 km nördlich von Tokyo am Japanischen Meer
gelegen. Niitsu ist eine Stadt, die durch die Eisenbahn groß geworden ist,
u.a. befindet sich dort heute ein wichtiges Ausbesserungswerk von JR East.
Da
die Lok überdacht aufgestellt und von den Bewohnern der Stadt sehr gut
gepflegt worden war, fiel die Entscheidung für die Aufarbeitung nicht sehr
schwer. Falls keine Probleme auftreten, sollen mit Beginn der Dampfsaison im Frühjahr
1999 auch in dieser etwas abgelegenen Region Japans wieder historische Züge
fahren.
Wiederbelebung der Süd-Ost-Strecke [III/1998]
(FAZ)
Ein in Tansania gegründetes Unternehmen mit dem klangvollen Namen Trans
Africa" plant einen durchgehenden, zunächst einmal wöchentlich
verkehrenden Güterzug auf der Relation Daressalam - Johannesburg - Kapstad
zu führen. Dazu ist im Prinzip nur ein Lückenschluß von 2 km in
Kapiri Moshi in Sambia erforderlich. Der Zug nordwärts läßt sich
angeblich heute schon zu 100 % ausgelastet betreiben (südafrikanische
Industrieprodukte), während südwärts mit etwa 20 % Auslastung
gerechnet wird (Tee, Kaffee, Obst und Gemüse).
Bei heutigen Fahrzeiten
(Durchschnittsgeschwindigkeit ca. 30 km/h) wären die Züge allerdings über
4300 km mindestens ca. 6 Tage unterwegs. Realistisch sind aufgrund
Grenzaufenthalten und technischer Stops (sprich Defekte) eher 15 Tage. Dennoch wäre
man selbst mit diesen Zeiten heute gegenüber dem Schiffsverkehr (reine
Fahrzeit: 1 Woche) konkurrenzfähig, da die Hafenladezeiten (inkl.
Zollabfertigung) ebenso katastrophal sind.
Die vor zwei Jahren gegründete,
private Trans Africa verfügt heute schon in Tansania über 15
Lokomotiven und 273 Waggons.
Eine ebenfalls geplante weitere Anbindung in
Richtung Norden (Kenia und Sudan) scheitert wohl vorerst an der
unterschiedlichen Spurweite (1067 mm im Süden zu 1000 mm im Norden).
Aus für Tunnel-Elloks [III/1998]
(FE/WT):
Die Strecke durch den Scheiteltunnel (Otira) auf der Alpenquerung der neuseeländischen
Südinsel ist mittlerweile nicht mehr elektrifiziert. Die Züge fahren
durchgehend mit Dieselbespannung. Es stellt sich die Frage, ob die Dieselloks
abgasärmer oder die Lokmannschaften resistenter geworden sind. Ursache für
die elektrifizierte Inselstrecke von ca. 20 km durch den Scheiteltunnel war die
Abgasbelastung bzw. deren Vermeidung gewesen.
Australien
(zusammengestellt
von Th. Estler, Quelle: RD)
Privatisierung [III/1998]
In Ergänzung zu
FE I/98 hier die komplette Aufsplittung von Australian National (AN):
Tasrail übernimmt Emu Bay Railway [III/1998]
Tasrail unter dem neuen Eigentümer ATN kaufte im zweiten Quartal dieses
Jahres die einzige Privatbahn Tasmaniens, die über hundertjährige Emu
Bay Railway (EBR).
Der Kaufpreis beträgt 7,8 Mio. AUS $ und beinhaltet
das 145 km lange Streckennetz der EBR (Burnie - Rosebery - Melba Flats und die
Hellyer-Nebenstrecke) sowie sämtliches rollende Material. Als Ergänzung
soll in den nächsten 5 Jahren für 9 Mio. AUS $ die EBR-Infrastruktur
modernisiert werden. Das jährliche Transportvolumen der EBR beträgt
derzeit rund 600.000 t Zink, Blei und Kupfer aus den Minen im schwer zugänglichen
Westen Tasmaniens zum Hafen von Burnie.
Neuorganisation QR [III/1998]
Obwohl Queensland
Rail (QR) für die vorhersehbare Zukunft nicht privatisiert wird, treten zum
1. Juli 1998 erhebliche organisatorische Änderungen in Kraft, die im
wesentlichen auf folgenden Empfehlungen basieren:
Als Ergebnis dieser Empfehlungen ergibt sich folgende neue Organisationsstruktur mit sechs Abteilungen:
Drehstromloks für QR [III/1998]
Die ersten
kapspurigen dieselelektrischen Loks mit Drehstromtechnik und der Achsfolge Co´Co´
sind von Queensland Rail bestellt worden. 38 Stück der neuen Baureihe 4000
mit 2.424 kW GM-Dieselmotoren werden von Clyde/EDI gebaut, voraussichtlich ab
dem 3. Quartal 1999 ausgeliefert und dann die stärksten kapspurigen
120-Tonnen schweren Dieselloks der Welt sein. Ihr Einsatz wird im schweren
Kohlenverkehr auf Queenslands nichtelektrifizierten Kohleabfuhrstrecken liegen.
Gold Coast Railway komplett [III/1998]
Das
letzte 9 km lange Teilstück von QR´s sogenannter elektrifizierter Gold
Coast Railway zwischen Nerang und Robina ist am 31. Mai feierlich eröffnet
worden. Damit kann das "Bibione" von Queensland bequem mit dem Zug
erreicht werden. Die fahrplanmäßige Reisezeit zwischen Brisbane und
Robina beträgt 70 Minuten. Trassenvarianten zur Verlängerung der GCR
und Anbindung weiterer Ferienorte an der Gold Coast bis nach Coolangatta an der
Grenze zu NSW werden durch die queensländische Regierung derzeit geprüft.
ÖPNV und Olympia [III/1998]
Um die Beförderung
der erwarteten Besucherheerscharen zu Olympia 2000 sicherzustellen, sind die
olympischen Sportstätten auch in Sydneys S-Bahn-Netz eingebunden. Die
feierliche Eröffnung der neuen Strecke mit der Station "Olympic Park"
fand am 8. März 1998 statt. Was die Kapazität zur Bewältigung der
Fahrgastströme und den behindertengerechten Ausbau betrifft, steht der neue
Bahnhof an führender Position in Australien.
Westrail-Dieselloks im Ausverkauf [III/1998]
Mit der laufenden Inbetriebnahme der neuen Baureihen Q (Normalspur) und S
(Kapspur) werden bei Westrail die größtenteils über 30 Jahre
alten Baureihen L und NB (Normalspur) sowie A, AA, AB und NA (Kapspur) überflüssig
und stehen zum Verkauf. Die drei noch vorhandenen NA/NB gingen zwischenzeitlich
an die private Bahngesellschaft Austrac in Junee (NSW). Neuseelands
Bahngesellschaft TranzRail ist neuer Eigentümer von neun Loks der Baureihe
A (1502 - 1510) und der AB 1533, die im Februar verschifft und nach
Modernisierung auf Neuseelands und Tasmaniens Schienen weiterleben werden. Die A
1501 wurde an die westaustralische Eisenbahnfreunde-Vereinigung ARHS abgegeben.
Neue Strecken in WA [III/1998]
Geraldton, gut
400 km nördlich von Perth und heute Endpunkt des Westrail-Schienennetzes,
wird in seiner Umgebung in naher Zukunft möglicherweise erstmals eine
Normalspurstrecke und neue Kapspurstrecken sehen. In Oakajee, 20 km nördlich
von Geraldton, ist ein großes Industriegebiet geplant, wo u.a. ein großes
Stahlwerk von An Feng Kingstream angesiedelt werden soll. Dieses Industriegebiet
soll durch eine kapspurige Verlängerung an das Streckennetz von Westrail
angebunden werden. Gleichzeitig plant An Feng eine 138 km lange
Normalspurstrecke vom Stahlwerk zu ihrem Eisenerzabbaugebiet bei Tallering Peak,
65 km nördlich von Mullewa. Das letzte Teilstück beider Strecken soll
nach derzeitigem Planungsstand kap- und normalspurig ausgeführt werden.
Weitere Planungen sehen in Geraldton die Verlegung der Anbindung des Hafens in
den Süden vor, welche heute noch aus nördlicher Richtung erfolgt.
Das Allerletzte: Vorgeplänkel zum Atomkrieg? [III/1998]
(FAZ)
Bei einem Anschlag auf einen Zug nach Peshawar wurden Anfang Juni in Pakistan
mehr als 20 Menschen getötet und über 50 verletzt. Dabei wurden rund
450 km nördlich der Hauptstadt Karatschi zwei vollbesetzte Waggons zerstört.
Der Direktor der Bahn sprach von Sabotage, während ein Regierungssprecher
Indien verantwortlich machte.
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Webmaster 11.07.1999 | ![]() |