Das Allerletzte [IV/1998]
Fakten
schaffen mit dem Schneidbrenner - oder -
Loks zu Schrottpfählen
(WS)
Eine der letzten dampfbetriebenen Industriebahnen in Südafrika hat auf
unkonventionelle Weise ein Ende gefunden:
Die aus insgesamt 9 Maschinen
(betriebsfähige Loks und Ersatzteilspender) bestehende "Flotte"
der St. Helena Gold Mine in Welcome (Nomen ist nicht Omen) wurden offenbar
zeitgleich von mehreren "Teams" in einer "Nacht und Nebel"-Aktion
in den Zustand von Schrott überführt, während praktisch parallel
Verhandlungen mit Museumsbetreibern und Privatinteressenten bezgl. der Übernahme
liefen.
Wieder in Betrieb [IV/1998]
(DIE ZEIT 45/1998,
29.10.1998) Die höchste Bahnstrecke der Welt, die zwischen der peruanischen
Hauptstadt Lima und dem Andenort Huancayo verläuft, wird nach jahrelanger
Stilllegung Ende Oktober wieder in Betrieb genommen. Auf der über 300
Kilometer langen kurvenreichen Strecke werden auch die 4.700 Meter hoch
gelegenen Bahnhöfe Galera und Ticilio passiert.
USA [IV/1998]
(Trains) Die internationale
Expansion amerikanischer Regionalbahnbetreiber geht weiter. Die Genesee &
Wyoming hat Ende 1997 die Australia Southern übernommen.
Big Boy III [IV/1998]
(versch. Quellen) Die
Aufarbeitung ist mittlerweile in vollem Gange und kann daher als definitiv
angesehen werden. Optimisten erwarten den "Großen Buben" als
Highlight der nächste Jahr (Juni) wieder in Kalifornien stattfindenden "Steam
Konvention".
Nachtrag zu
Kein Auslauf für die schwarzen Riesen [IV/1998]
in
FE 3/98:
(Trains) Die Soo Line 2719 war am 1. und 2. August in
Osceola, Wisc. auf der dortigen Museumsbahn im Einsatz, gemeinsam mit Soo
Line 1003.
UP-Schluckbeschwerden III, [IV/1998]
Tennessee Pass
Unser Nachruf (s. 1/98, S. 5) war wohl doch etwas
verfrüht! Im Gegenteil sieht es im Moment fast nach einer Aufwertung aus.
Der Hintergrund sind die nach wie vor bestehenden Engpässe der UP beim
West-/ Ostverkehr, die Linie über den Moffatpass ist am Rande der
Aufnahmekapazität und hat zudem das Problem der Amtrakzüge, deren
evtl. Verspätungen die UP richtig Geld kosten. Der eigentliche Engpaß
ist dabei der eingleisige Moffattunnel selbst, der nach jeder Durchfahrt erst
komplett entlüftet werden muß.
Während die Ostseite des
Tennessee Passes moderate Steigungen aufweist, ist gerade diese Seite auch
aufgrund der Steigungen Teil des Problems bei der Moffatstrecke. Daher wird
angedacht, beide Strecken künftig im Einbahnverkehr" zu
betreiben, den Tennessee Pass in Richtung Westen und die Moffatstrecke in
Richtung Osten.
Weiterhin hat die UP in diesem Zusammenhang angekündigt, die 107-Meilen-Strecke der ehemaligen Northeast Kansas & Missouri RR von Railtex zurückkaufen zu wollen.
Baubeginn [IV/1998]
(NfA) Wie die Zeitung 'China
Daily' berichtete, hat das Land mit den Bau der Eisenbahn von Guangdong bis zur
Inselprovinz Hainan begonnen. Die Strecke wird 542 km lang sein, die Baukosten
werden mit 4,5 Mrd. CNY angegeben. Die Inbetriebnahme ist für das Jahr 2001
vorgesehen.
Großauftrag für Siemens/Altsthom [IV/1998]
Das
Großprojekt in Taiwan, die 345 km lange Verbindung der Hauptstadt Paipeh
mit der Stadt Kaohsiung steht kurz vor der Vergabe. Nachdem der Transrapid schon
frühzeitig ausschied, haben nun offenbar Siemens/Altsthom mit dem "Eurotrain"
die Nase vorne. Für ca. 8 Mrd. DM sollen 45 Züge geliefert werden,
davon entfallen auf Siemens ca. 3,5 Mrd. DM für die Lokomotiven. Die
Gesamtkosten für Streckenbau und Rollmaterial liegt bei ca. 21 Mrd. DM,
Betreiber wird das taiwanesische Konsortium Taiwan High Speed Rail Corp. (THSR).
Australien
(Australien-Nachrichten
von Th. Estler)
QR-Rekord im Güterverkehr [IV/1998]
(RD) Im
Finanzjahr 1997/98 beförderte Queensland Rail (QR) 110,4 Mio. Tonnen, die
größte Menge, welche je von einer einzelnen Bahngesellschaft in
Australien transportiert worden ist. Den größten Anteil am Beförderungsaufkommen
mit rund 96 Mio. Tonnen hat Kohle. Diese Leistung ist umso bemerkenswerter, wenn
man bedenkt, daß 1965 gerade mal 8,7 Mio. Tonnen über die Schienen
von QR rollten.
"Savannahlander" ab Cairns [IV/1998]
(RD) Der "Savannahlander", ein Touristenzug mit Dieseltriebwagen,
verkehrte bis 4. September 1998 einmal wöchentlich zwischen Mt. Surprise
und Forsayth im Outback des nördlichen Queensland. Ab 4. September befährt
der "Savannahlander" einmal wöchentlich die komplette, 424 km
lange Strecke zwischen Cairns und Forsayth. Die Fahrt dauert pro Richtung zwei
Tage, eine Übernachtung ist jeweils vorgesehen.
Neigezüge bis Cairns [IV/1998]
(RD) Noch
bevor zwischen Brisbane und Rockhampton der Regelbetrieb mit den neuen
elektrischen Neigezügen von QR aufgenommen ist, wurden am 2. September neue
Neigezüge bei Walkers Ltd. in Maryborough bestellt. Ab 2001 sollen zwischen
Cairns und Brisbane zwei zehnteilige Dieselneigezüge verkehren. Die Züge
werden 160 km/h schnell sein und kosten insgesamt rund 122 AUS$.
Great South Pacific Express ab April ´99 [IV/1998]
(RD)
Am 13. April 1999 wird zum ersten Mal der Great South Pacific Express Sydney
Richtung Cairns verlassen. Die Fahrpreise für die einfache Fahrt bewegen
sich je nach Buchungsklasse zwischen 3290 und 5570 AUS$. In diesen Preisen sind
allerdings alle Mahlzeiten und Ausflüge eingeschlossen.
"Cockatoo-Run" eingestellt [IV/1998]
(RD)
Mangelnde Nachfrage und defizitärer Betrieb führten am 24. November
zur Einstellung der in der Regel dampfgeführten Touristenzüge zwischen
Port Kembla und Moss Vale in NSW ("Cockatoo-Run"), die seit August
1995 regelmäßig von Samstag bis Dienstag verkehrten.
Weinzüge ins Barossa Valley (SA) [IV/1998]
(RD)
Ins bekannteste Weinbaugebiet Südaustraliens, das Barossa Valley, können
Touristen nun auch per Bahn gelangen. Dreimal wöchentlich (Di, Do u. So)
verkehren die Bluebird-Dieseltriebwagen, ehemals South Australian Railways,
zwischen Adelaide und Tanunda im Barossa Valley. Betreiber dieser Fahrten und
Besitzer der Fahrzeuge ist die private Bluebird Rail Systems Pty Ltd.
"Prospector"-Ersatz [IV/1998]
(RD) Am
Ende ihrer Lebenszeit sind die normalspurigen Prospector-Dieseltriebwagen von
Westrail, die seit 1971 zwischen Perth und Kalgoorlie verkehren. Westaustraliens
Transportminister, Eric Charlton, gab am 22. Juni bekannt, daß die
Regierung drei zweiteilige Dieseltriebwagen im Wert von rund 30 Mio. AUS-$
bestellen wird, um ab 2001 die alten Triebwagen abzulösen. Die neuen
Fahrzeuge sollen bis zu 200 km/h schnell sein. Die Reisezeit zwischen Kalgoorlie
und Perth soll damit unter sechs Stunden gedrückt werden, die schnellste
Verbindung benötigt derzeit 6 Std. und 50 Min. Ferner plant die Regierung
die Bestellung von zwei kapspurigen Dieseltriebwagen für den Verkehr
zwischen Perth und Northam (AvonLink), der heute ebenfalls von den
Prospector-Triebwagen abgewickelt wird.
Privatisierung geht weiter [IV/1998]
(RD) Nächster
Privatisierungskandidat in Australien wird Westrail sein. Derzeit werden die
Bedingungen zum Verkauf des Güterverkehrs festgelegt. Die westaustralische
Regierung hofft, daß der Deal bis Mitte des nächsten Jahres über
die Bühne sein wird.
Dampfland Schottland? [IV/1998]
Der gerade gegründete
"Highland Heritage Railway Trust" plant in Schottland auf mehreren
Strecken in den Sommermonaten regelmäßigen Dampfzugbetrieb nach dem
Vorbild der Strecke Fort William - Malfaig einzuführen. Der Betrieb soll in
der Endphase insgesamt 3000 km umfassen.
Dampf auf der Bergenbahn [IV/1998]
(Internet)
Im Frühjahr 1999 veranstaltet der Norsk Jernbaneklubb ein interesantes
Kurzprogramm mit zwei Dampfloks auf der landschaftlich reizvollen Bergenbahn:
| Do, 13.5.99 | Oslo-Voss | Lok 30a 271 |
| So, 16.5.99 | Nesttun-Voss | Lok 18c 255 |
| Mo, 17.5.99 | Voss-Finse | beide Loks |
| Mo, 17.5.98 | Finse-Oslo | Lok 30a 271 |
Informationen bei Norsk Museumstog,
email: nmt@njk.no,
Internet: http://www.njk.no/~njk/museumstog,
Telefon
für Reservierungen: 900 91 702
Bittere Pille für die Fans der süßen Züge [IV/1998]
Nach
Berichten eines Besuchers ruhte der Betrieb auf der Schmalspurstrecke von
Kruszwica-Walentynowo noch Mitte Oktober, obwohl schon ein Großteil der Rüben
abgeerntet war. Es steht zu befürchten, daß diese Strecke stillgelegt
wurde.
Die Rübenbahn der Zuckerfabrik Kruszwica gehörte zu den urtümlichsten
Vertretern der Wirtschaftsbahnen. Freie Verladung auf dem Feld, ungebremste
Wagen - verbunden mit einer wechselvollen Geschichte. Ursprünglich in 716
mm eröffnet, im ersten Weltkrieg auf 600 mm als Nachschublinie weitergeführt,
und anschließend von Polen wieder auf 750 mm umgespurt.
Verzicht auf Großprojekte [IV/1998]
(Verkehrs-Rundschau)
Mit dem Verzicht auf Großprojekte versuchen die russischen Eisenbahnen
ihre Finanzkrise zu bekämpfen. Sämtliche Neubauten sowie fast alle
Reparaturen (außer akut unfallträchtigen) wurden auf Eis gelegt.
Gleichzeitig wurden trotz der heftigen Rubelabwertung und Inflation im Land die
Tarife gehalten, um weitere Kunden zum "Umsteigen" zu bewegen.
Weiterhin im Staatsbesitz [IV/1998]
(NfA) Am Tag
des Eisenbahners vernahmen die russischen Eisenbahner beruhigenden Nachrichten:
Ihre Eisenbahn soll weiterhin im Staatsbesitz bleiben. Besonders wurden die
Anstrengungen der Eisenbahner gelobt, den Betrieb konkurrenzfähig zu
gestalten. Anerkennung gab es für die neu eingeführte Schnellgüterzuglinie
Brest-Nachodka. Transporte aus Asien lassen sich nun innerhalb von 10 Tagen
realisieren.
Neue Fahrzeuge für die Erzbahn [IV/1998]
(NfA)
Adtranz erhielt von der schwedischen LKAB (Luossavaara-Kiirunavaara AB) den
Auftrag für 18 elektrische Lokomotiven des Types Octeon. Die Fahrzeuge
sollen in Schweden und in der Schweiz gebaut werden.
Pendollinos bestellt [IV/1998]
(NfA) für
die Strecke Maribor-Ljubljana bestellte Slowenien bei Fiat drei "Pendolino"-Züge.
Die Züge sollen bis zum Jahre 2000 ausgeliefert werden.
Ukrsalisnizi" vor Problemen [IV/1998]
(NfA)
Der wirtschaftliche Niedergang des Landes bereitet auch der ukrainischen
Eisenbahn Ukrsalisnizi" vielfältige Probleme. Obwohl 90% des
gesamten Güterverkehrs und 65% des Personenverkehrs auf der Schiene
abgewickelt werden. Probleme bereiten die schlechte Zahlungsmoral der Kunden im
Güterverkehr. Auch die Preise im Reisezugdienst müßten um das
drei- bis vierfache angehoben werden, um einen wirtschaftlichen Betrieb zu ermöglichen.
Nachdem in den Jahren 1992-97 das Frachtaufkommen um 60% gefallen ist, rechnet die Bahn für 1998 wieder mit einem Wachstum von 5,1%. Seit 1992 sind der ukrainischen Eisenbahn kaum Geldmittel aus dem Staatshaushalt zugeflossen.
Einen Lichtblick erhofft man sich nun aus der günstigen geographischen Lage. Das Land verbindet mit seinen Eisenbahnstrecken Westeuropa mit Südostasien, außerdem mit dem Mittleren und Nahen Osten. Mit den Einnahmen aus dem steigenden Transitverkehr will sich die Ukrsalisnizi" sozusagen an den eigenen Haaren aus dem Sumpf ziehen". Durch eine flexiblere Tarifgestaltung und einen verbesserten Service verzeichnete die Bahn im 1. Halbjahr 1998 einen Zuwachs von 5% auf den Transitstrecken.
Siemens elektrifiziert [IV/1998]
(NfA) Die MAV
haben mit den Arbeiten zur Elektrifizierung der Strecke
Szekesfehervar-Szombathely begonnen. Mit 170 km ist dies der größte
Teil des Vorhabens, welches 256 umfaßt, und bis zum Jahr 2000
Fertiggestellt sein soll. Siemens ist hier als Subunternehmer tätig.
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Webmaster 11.07.1999 | ![]() |