Nachrichten 2/2001


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Das Letzte

International

Orient-Express im 20. Jahr [2/2001]
Der Venice-Simplon-Orient-Express ist im März 2001 in seine 20. Saison gestartet. Das Unternehmen Orient-Express Trains & Cruises hat sich mit dem "König der Züge" sowie den Schwesternzügen British Pullman und Northern Belle in Großbritannien, Eastern & Oriental Express in Asien sowie Great South Pacific Express in Asien einen anerkannten Namen für Luxusbahnreisen gemacht. Reisen können u.a. in Köln am deutschen Sitz des Unternehmens gebucht werden. (Text & Aktion)

Containertransit Polen – Ukraine [2/2001]
Zum Sommerbeginn soll ein künftig regelmäßig verkehrender Containerzug zwischen Danzig und Odessa seinen Betrieb aufnehmen. Der "Baltica" wird die erste derartige Bahnverbindung zwischen der Ostsee und dem Schwarzen Meer sein. Die 1100 km lange Strecke wird in 72 Stunden bewältigt und soll den Verkehr statt über enge, gefährliche Straßen und langwierige Grenzabfertigungsstellen auf die unproblematischere Schiene verlagern helfen. Auch in Gegenrichtung werden Containerzüge fahren. (Verkehrs-Rundschau)


USA

California Rail Pass von Amtrak [2/2001]
Für umgerechnet rund 220 bzw. 350 DM kann der gesamte US-Bundesstaat Kalifornien mit einem Fünf- oder Sieben-Tage-Ticket abgefahren werden. Mit dem "California Rail Pass" können alle Züge und Busse von Amtrak benutzt werden – nicht nur die klassische Coast Liner Strecke von San Francisco nach Los Angeles, sondern z.B. auch Fahrten zum Yosemite Nationalpark oder nach Hollywood. (SZ)


China

250 Zugunglücke [2/2001]
Der Staatsbahndampf scheint noch eine Gnadenfrist zu bekommen - 1 Jahr laenger als geplant bis Sommer 2002 !!!
Weitere Informationen unter: http://www.qj-country.de, NEWS-Section)


Indien

250 Zugunglücke [2/2001]
In Indien haben sich im Verlauf des letzten Jahres mehr als 250 Zugunglücke ereignet, bei denen über 120 Personen ums Leben gekommen sind. Im Dezember kam es im Punjab, 240 km von Neu Delhi entfernt, zu einem schweren Unfall, bei dem allein 42 Personen getötet und rund 140 verletzt wurden. Ein Personenzug, der sich auf dem Weg von Amritsar nach Kalkutta befand, war auf einen entgleisten Güterzug aufgefahren. Ein gebrochenes Gleis war wohl Unglücksursache. Auf Indiens veraltetem Bahnnetz werden täglich rund 13 Mio. Passagiere befördert. (FAZ)


Europäische Union

Wenig Bahn-Zusammenarbeit [2/2001]
DB-Bahnchef Mehdorn hat sich zurückhaltend zur europäischen Liberalisierung des Schienengüterverkehrs geäußert, die von der EU-Verkehrskommissarin de Palacio mit Nachdruck gefordert wird. Er meint, alle wollten "am liebsten gratis durch unser Land rauschen". Jedoch sei im Ausland die Bereitschaft zur Öffnung der Schienennetze äußerst gering. So habe z.B. Frankreich großes Interesse, eine TGV-Verbindung zwischen Paris und Berlin einzurichten. Die Franzosen seien jedoch nicht bereit, im Gegenzug ICE-Liniendienste bei sich zuzulassen. Zudem würden sich die SNCF-Töchter Connex und Eurobahn Rosinen aus dem deutschen Schienennahverkehr herauspicken, während dieser Markt in Frankreich deutschen Bahnunternehmen noch völlig verschlossen sei. (Handelsblatt)


Frankreich

Züge in alle Richtungen [2/2001]
In etwa fünf Jahren soll der TGV-Est in Richtung Deutschland mit einem Kostenaufwand von rund 6 Mrd. DM fertiggestellt sein. Geplant ist auch eine Schnellbahnstrecke von Lyon nach Turin, für die allerdings weitere zehn Jahre für Planung und Bau veranschlagt werden; einschließlich Tunnels wird sie mehr als 20 Mrd. DM kosten.

Bereits im Juni diesen Jahres hat der TGV Méditerranée seinen Dienst zwischen Paris und Marseille aufgenommen; von dieser Strecke haben auch andere südfranzösische Städte an der Côte d'Azur ihren Nutzen. Der Eurostar Paris – London (und Brüssel) findet zwar zunehmend Zuspruch (12 % bzw. rund 1,3 Mrd. DM plus); trotzdem schreibt die Betreibergesellschaft noch keine schwarzen Zahlen. Gewinne werden erst ab dem Jahr 2003 erwartet. (HN/ITB)

Teurer Streik bei SNCF [2/2001]
Der Streik im April ist der französischen Staatsbahn teuer zu stehen gekommen: die dabei entstandenen Schäden, die u.a. bei den Güterverladern entstanden sind, werden auf mindestens 84 Mio. DM geschätzt. Die Bahn hatte Gewerkschaftsforderungen entsprochen und den vorgesehenen Neugliederungsplan – u.a. Umstrukturierung in eigenständige Bereiche für den Personen- und Güterverkehr – aufgegeben.

Neben den Entschädigungszahlungen muss SNCF weitere finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 240 Mio. DM erfüllen, die auf Zusagen beruhen, die zur Beendigung des Streiks gemacht wurden. Beobachter prognostizieren, dass die Bahn mit ihren Bemühungen, eine stärkere Verlagerung des Gütertransports von der Straße auf die Schiene zu erreichen, für längere Zeit gescheitert ist. Dagegen meint der Verladeverband AUTF, dass es zum Schienentransport keine echte Alternative gebe. Selbst wenn die Züge stehen blieben, könne man nicht einfach 10.000 Lkw zusätzlich einsetzen. (Verkehrs-Rundschau)


Niederlande

Tränengas gegen Bahnreisende [2/2001]
Zur Feier des Geburtstags der holländischen Königin ist es zu einem so großen Andrang von Reisenden gekommen, dass der Bahnverkehr von und nach Amsterdam unterbrochen werden musste. Der Bahn wurde vorgeworfen, sich nicht ausreichend für den großen Besucherzustrom gerüstet zu haben.

Die Bahn schob die Verursachung des Chaos Reisenden zu, die angeblich die Notbremse gezogen hätten, weil ihnen die Fahrt zu lange gedauert hatte. In der Bahnhofsgegend kam es zu chaotischen Zuständen; als Tausende von Menschen nicht ins überfüllte und inzwischen geschlossene Bahnhofsgelände gelangen konnten, setzte die Polizei sogar Tränengas gegen die wartende Menschenmenge ein. (FAZ)


Spanien

Luxuszugfahrten mit "Al Andalus" [2/2001]
Für je zwei Termine im Juli und August bietet Ameropa in Bad Homburg etwa einwöchige Fahrten mit dem spanischen Luxuszug Al Andalus an. Die Touren beginnen und enden in Sevilla; sie führen u.a. über Granada, Córdoba und Jerez de la Frontera. Der Zug besteht aus Salon-, Bar-, Restaurant- und Schlafwagen und kostet pro Person ab 2100 DM. (FAZ)

Deutsche Züge für Madrid – Barcelona [2/2001]
Einen Superauftrag hat Siemens aus Spanien erhalten: zusammen mit Talgo-Adtranz erhielt der deutsche Elektrokonzern den Auftrag für die Lieferung von 32 Zügen für die Hochgeschwindigkeitsstrecke Madrid – Barcelona. Der Auftrag hat einschließlich Wartung und Instandhaltung einen Wert von rund 1,5 Mrd. DM, wobei der größere Anteil auf Siemens entfällt. Die Firma liefert den ICE 3, der die 630 km lange Strecke mit bis zu 350 km/h befahren wird. Das Nachsehen bei der Auftragsvergabe hatte die französische Alstom-Gruppe, die u.a. den TGV entwickelt hat. (FAZ)


Das Letzte

80 % Schwarzfahrer erwischt [2/2001]
Bei einer Razzia in einem Vorortzug zwischen Bukarest und der rumänischen Stadt Oltenita wurde reiche Ernte gemacht: 1200 der 1500 Fahrgäste waren ohne Fahrkarte unterwegs. Sie mussten den Fahrschein nachlösen, eine Buße bezahlen, aussteigen und konnten dann im nächsten Zug ihre Fahrt fortsetzen. (Dolomiten)


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