Nachrichten 1/2003


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Kenia

Plandampf [1/2003]
Die aufsehenerregendste Entwicklung der letzten Zeit war die Überführung der 1'D2'-Dampflok 3020 "Nyaturu" zur Aufarbeitung in die Hauptwerkstatt von Nairobi. Die Lok gehört zur 1955 von North British gebauten Tribal-Class und musste 1980 den Dienst quittieren. Erstmals 1994 wurde die Maschine für Sonderfahrten wieder unter Dampf gesetzt. Bemerkenswertes gibt auch von der betriebsfähigen Beyer-Garratt 5918 "Mount Gelai" zu berichten. Sie fuhr in den letzten paar Monaten zumindest viermal im planmäßigen Güterzugdienst. Ferner bespannte sie im November 2002 auf der Strecke Nairobi - Mombasa einen Reisezug. Die Beyer-Garratts der Baureihe 59 wurden schon 1965 durch Dieselloks im Reisezugdienst zwischen Nairobi und Mombasa ersetzt. Die letzten Exemplare verschwanden 1980 aus dem Plandienst. Beide Dampfloks sollen zukünftig auch von der neu gegründeten East African Steam Safaris Ltd. in Zusammenarbeit mit der Kenya Railway eingesetzt werden. Ein Vertrag über den Dampflokeinsatz mit einer Laufzeit von f&uunl;nf Jahren wurde kürzlich unterzeichnet. (On Track/ Railway Society of Southern Africa)


Chile/Argentinien

Transandino-Bahn [1/2003]
In Santiago haben im November der argentinische Präsident Duhalde und der chilenische Präsident Lagos eine Übereinkunft getroffen, die Andenbahn zwischen Los Andes und Mendoza wieder zu eröffnen. Man hofft dabei auf Unterstützung von privater Seite, um das rund 230 Mio. US-Dollar teure Unternehmen demnächst in Angriff nehmen und 2005 fertig stellen zu können.
Der Gouverneur der Provinz Mendoza legte detaillierte Pläne eines dortigen Ingenieurbüros vor, wonach jährlich 3,3 Mio. t Güter auf der Schmalspurstrecke (1.000 mm Spurweite) mit Hilfe von 45 Dieselloks in 800 Waggons über die Anden transportiert werden könnten.
Der Straßentransport hat im Jahr 2000 rund 2,4 Mio t Güter über den Uspallata-Pass befördert. Von der Eisenbahn wird erwartet, dass innerhalb von 25 Jahren das Transportvolumen auf 5 Mio. t jährlich angehoben würde und sie sich damit selbst finanzieren könnte. (Railway Gazette International)


Cuba

Letzte Meldung [1/2003]
Der Zuckerpreis auf dem Weltmarkt ist extrem tief. Auch das kommunistische Kuba muss sich inzwischen nach den Weltmarktpreisen richten, denn es gibt keine sozialistischen Bruderländer mehr, welche teuren Zucker gegen Maschinen, Lokomotiven usw. abnehmen. Das Zucker-Ministerium (MINAZ) wurde deshalb von der Regierung beauftragt die Zuckerproduktion wesentlich zu rationalisieren. Dies beinhaltet die Schließung von über der Hälfte aller Zuckermühlen (C.A.I.) und die Modernisierung der verbleibenden Betriebe. Die Anbaufläche für Zuckerrohr soll etwa um 20% reduziert werden. Personal soll sozialverträglich abgebaut werden. Im Bereich der Zuckerbahnen bedeutet dies starke Reduktion des MINAZ eigenen Bahnnetzes, wobei hauptsächlich die Schmalspurbahnen verschwinden werden. Dort, wo die Anbauflächen bestehen bleiben, sollen Schmalspurstrecken auf 1435 mm umgespurt werden. Eine engere Vernetzung mit der Staatsbahn UFC wird angestrebt, um so die verschiedenen Anbaugebiete mit den Zuckerfabriken zu verbinden. Die Vorhaltung parallel verlaufender Linien soll entfallen und die UFC wird von MINAZ beim Unterhalt oder Ausbau von Strecken unterstützt, wenn diese regelmäßig von Zuckerrohrzügen bedient werden.
Der Dampfbetrieb soll bis spätestens 2005 eingestellt werden. Man will bei MINAZ vom Angebot preiswerter Second-hand Dieselloks in Kanada, den USA und Mexiko Gebrauch machen. Auch könnten aus China inzwischen qualitativ gute und doch immer noch preiswerte Neubau-Normalspurdieselloks importiert werden. Diese Option wird jedoch noch geprüft, denn auch China lässt sich nicht mehr mit Zucker bezahlen. MINAZ will dann außerhalb der Zuckerrohrernte auch auf UFC Strecken Güterverkehr abwickeln und unter Umständen der UFC im Laufe von Revisionsprogrammen mit Loks leihweise unter die Arme greifen, womit die Ausfälle von Staatsbahnzügen minimiert werden sollen. (Samuel Rachdi, Fahrplancenternews)


Peru

Höchste Eisenbahn [1/2003]
Das Fahrplancenter in Steinen/Schweiz konnte die Verkehrstage der Personenzüge auf den Andenstrecken Lima - Huan-cayo sowie La Oroya - Cerro de Pasco (über den höchsten Eisenbahnpass der Welt) für 2003 in Erfahrung bringen. Abfahrten ab Lima sind am 17. April, 23. Mai, 26. Juli, 29. August, 26. September und 31. Oktober. Rückfahrten ab Huancayo: 20.04., 25.05., 29.07., 01.09., 28.09. und 02.11.2003. Die Hin- und Rückfahrten La Oroya - Cerro de Pasco finden am 19.04., 28.07., 31.08. und 01.11.2003 statt. Die Fahrkarten können - soweit bekannt - nicht an den Bahnhöfen, sondern nur in Lima und Callao in Hypermercados mit Teleticket-Läden gekauft werden. (VoT)


USA

Las Vegas mit Magnetbahn [1/2003]
In etwa einem Jahr - Anfang 2004 - wird in Las Vegas eine Magnetschwebebahn in Betrieb genommen werden. Sie wird die berühmte Prachtstraße der Spielerstadt, kurz "Strip" genannt, entlang schweben. Haltestellen sind bei den größten Hotels und am Kongresszentrum. Insgesamt neun Züge mit je vier Wagen sollen jährlich 19 Mio. Passagiere - jedes Jahr kommen rund 50 Mio. Besucher - befördern, zum Einzelfahrpreis von 2,50 Dollar. Das ehrgeizige Projekt wird bis zur Fertigstellung rund 650 Mio. Dollar verschlingen. (FAZ)

Tram-Renaissance in Tampa [1/2003]
Seit dem 19. Oktober 2002 fährt in Tampa/Florida wieder eine Straßenbahn. Eine 2,3 Meilen lange Strecke verbindet das Stadtzentrum mit dem historischen Stadtteil Ybor City, das als Einkaufs-, Essens- und Vergnügungsviertel wieder in neuem Glanz erstrahlt. Die Tram wandelt auf alten Spuren, denn zwischen 1892 und 1946 verfügte Tampa schon einmal über ein Straßenbahnnetz.
Acht alten Vorbildern (Birney-Streetcars) nachempfundene Wagen bedienen die Strecke von morgens bis spätabends im 15- bis 20-Minuten-Takt, an Samstagen und Sonntagen sogar bis 2 Uhr morgens. Zu den Fahrgästen zählen gleichermaßen Einheimische wie Touristen. Insgesamt kostete die Wiedereinführung der Tram 32 Mio. $, wovon 62 % durch staatliche und bundesstaatliche Zuschüsse abgedeckt wurden. Geleitet wird das Ganze von dem Verein "Tampa Historic Streetcar", für den laufenden Betrieb sind die örtlichen Verkehrsbetriebe verantwortlich. (Trains)


China

Transrapid Shanghai [1/2003]
Seit Anfang Oktober 2002 schwebt er nun ... Auf einem fertiggestellten Teilstück wurden Ende Oktober bei Testfahrten bereits 300 km/h erreicht. Höhere Geschwindigkeiten waren nicht möglich, weil das fertige Streckenstück nicht lang genug war. Die feierliche Eröffnung fand Silvester 2002 statt in Anwesenheit hochkarätiger Prominenz (Schröder, Zhu Rongji, H.v.Pierer) statt. (FE: Fl. Menius)

Weitere Transrapid-Strecken [1/2003]
Nachdem die erste kommerziell betriebene Transrapid-Strecke in Schanghai am 31.12.2002 offiziell eingeweiht worden war, hat die chinesische Regierung den Bau weiterer Magnetschwebebahnen in Aussicht gestellt. U.a. ist eine Ringlinie um Schanghai herum vorgesehen, außerdem eine Verbindung zum Expo-Gelände - insgesamt rund 300 neue Streckenkilometer für den Transrapid.
Im übrigen plant China den Bau eines Schnellstreckennetzes von künftig insgesamt 8.000 km - teils mit Schienen - teils mit Magnetbahntechnik. Die Fertigstellung der 31 km langen Flughafenverbindung hatte im übrigen nur 22 Monate gedauert, aber immerhin 1,2 Mrd. Euro gekostet. Während des Besuchs der deutschen Delegation bekam die Firma Bombardier den Zuschlag für die Konstruktion einer dritten U-Bahnlinie in Schanghai.


Indien

U-Bahn in New Delhi eröffnet [1/2003]
Als zweite indische Großstadt nach Kalkutta hat Neu-Delhi eine U-Bahn bekommen. Das erste Teilstück zwischen Shahdara und Tis Hazari mit einer Länge von 8,3 km ist Ende Dezember 2002 eröffnet worden. Zehntausende drängten gleich am ersten Tag in die Wagen und blockierten dabei die automatischen Türen, so dass schon bald einer von vier U-Bahnzügen aus dem Verkehr genommen werden musste.
Mit dem Bauvorhaben war 1998 begonnen worden; im September 2002 ging der erste vierteilige U-Bahn-Testzug auf Fahrt. Die Gesamtstrecke soll bis 2005 fertiggestellt und dann 62 km lang sein, davon 11 km unterirdisch. Der Rest wird als S-Bahn o-berirdisch verlaufen. Insgesamt werden für das Projekt 1,7 Mio. Euro Kosten veranschlagt. In einer zweiten Bauphase sollen von 2005 bis 2010 weitere 42 km Bahnstrecke gebaut werden. An der Konstruktion ist u.a. die deutsche Firma Herren-knecht beteiligt.
Die Fahrzeuggarnituren (insgesamt 240 Wagen) werden von Mitsubishi/Japan und Rotem/Südkorea geliefert; die ersten 60 werden im laufenden Jahr importiert. Die Wagen haben ein Fassungsvermögen von je knapp 400 Personen (Sitz- und Stehplätze). Die Züge können bis zu 80 km/h schnell fahren. (Railway Gazette International/ FAZ)


Australien

Alice Springs - Darwin [1/2003]
Das australische Jahrhundertprojekt macht Fortschritte: Ende 2003, nur drei Jahre nach Vertragsunterzeichnung, wird die 1.420 km lange Trasse vom Zentrum des Kontinents zur Nordküste fertiggestellt sein. Die Arbeiten liegen derzeit drei Monate vor Plan. 1999 hatte das private Konsortium "Asia Pacific Transportation" den Zuschlag zum Bau und Betrieb dieser Nord-Süd-Transversalen bekommen. Insgesamt wird der Bau der neuen Strecke rund 1,65 Mrd. Euro kosten. An staatlichen und bundesstaatlichen Zuschüssen erhält das Konsortium nur rund 260 Mio. Euro. Immerhin darf es 50 Jahre lang die Bahnlinie betreiben und wird voraussichtlich daraus auch erhebliche Gewinne erzielen können.
Da die Topografie des Geländes wenig anspruchsvoll ist, bietet der Bau der Strecke kaum technische Schwierigkeiten; nur meist schmale Flüsse sind zu überqueren, wofür 97 Brücken gebaut werden müssen. Allerdings ist enorm viel Material heranzuschaffen: u.a. sind zwei Millionen Betonschwellen und 145.000 t Stahl für die Schienen erforderlich, dazu 1,3 Mio. Tonnen Schotter. Auf einem derart stabilen Untergrund wird dann ab Anfang 2004 täglich ein Zug mit 250 Waggons und 1,6 km Länge, gezogen von drei je 4.000 PS starken Dieselloks, die neue Strecke mit durchschnittlich 90 km/h befahren. Die in Darwin beginnende Bahnlinie wird nicht in Alice Springs enden, sondern auf der bereits vorhandenen, weitere 1.550 km langen Trasse nach Adelaide weiterführen - mit Anschlussmö:glichkeiten nach Melbourne und Sydney. (FAZ)

Privatisierungen gescheitert [1/2003]
Gerade einmal drei Jahre nach der Privatisierung des schienengebundenen Verkehrs im Bundesstaat Victoria darf dieses Experiment als gescheitert betrachtet werden. National Express, der Betreiber des halben Melbourner Straßenbahn- und S-Bahn-Netzes (M>Tram, M>Train) sowie des regionalen Personenverkehrs in Victoria (V/line Passenger) gab am 23. Dezember 2002 diese Franchise-Unternehmungen in die Hände des Staates zurück. Vorausgegangen waren lange Verhandlungen über weitere öffentliche Zuschüsse, die kurz vorher ergebnislos abgebrochen worden waren. Mehrere Gründe führten letztendlich zum Scheitern: weniger Fahrgastzuwachs als prognostiziert, nicht kalkulierte Ausfälle bei den Fahrgeldeinnahmen und Probleme mit einem einheitlichen Fahrkartenverkaufs-System für den Großraum Melbourne. (RD)

Wiedereröffnungen in Victoria [1/2003]
Voraussichtlich Mitte 2003 werden auf den beiden derzeit weitgehend brachliegenden Breitspurstrecken Ballarat - Ararat (92 km) und Sale - Bairnsdale (69 km) wieder Personenzüge rollen. Damit erhält Ararat erneut Anschluss an das viktorianische Breitspurnetz, denn seit 1995 ist Ararat nur noch über die Normalspurstrecke Melbourne - Geelong - Adelaide angebunden. Um die breitspurigen Kopfbahnsteiggleise im Bahnhof Ararat zu erreichen, muss zunächst eine Kreuzung mit der normalspurigen Durchgangsstrecke gebaut werden. (RD)


Europa

Expresszug Madrid - Lissabon [1/2003]
Der spanische und der portugiesische Verkehrsminister haben im Herbst letzten Jahres in Valencia die Erstellung einer Machbarkeitsstudie für einen Hochgeschwindigkeitszug zwischen Madrid und Lissabon (mit Weiterführung nach Porto) beschlossen. Das Planungsbüro AVEP soll prüfen, wie die absehbaren technischen, wirtschaftlichen und Umweltprobleme gemeistert werden können. Es wird an verschiedene Streckenführungen gedacht, u.a. an eine solche über Badajoz, Cácres, Slamanca und Fuentes de Ouoro. (Railway Gazette International)

Brand im Nachtzug [1/2003]
Am 6. November 2002 ist es im Nachtschnellzug Paris - Wien in der Nähe der ostfranzösischen Stadt Nancy zu einem Brandunglück gekommen, bei dem zwölf Fahrgäste ums Leben kamen. Bei den Opfern handelte es sich um fünf Amerikaner, vier Osteuropäer und drei Deutsche. Sie waren um 2 Uhr morgens im Schlaf von dem Brand überrascht worden und überwiegend an den Folgen der Rauch- und Gasentwicklung erstickt. Neun weitere Passagiere wurden verletzt, die übrigen 150 Reisenden kamen mit dem Schrecken davon.
Das Feuer war im Dienstabteil des Zugbegleiters ausgebrochen, der sich zu diesem Zeitpunkt in einem anderen Waggon befand. Der betroffene Schlafwagen war nicht mit einem automatischen Brand- und Rauchmelder ausgestattet, lediglich mit Feuerlöschern. Derartige Schlafwagenbrände sind relativ selten; das letzte größere Unglück dieser Art ereignete sich 1978 in England. (FAZ/ LOK-Report)

Französisch-italienische Konfrontation [1/2003]
Beim Zusammenprall zweier Schnellzüge in einem Tunnel sind am 25.01.03 bei Tende (französischen Alpen) zwei Menschen getötet und etliche teilweise schwer verletzt worden. Auf der eingleisigen Strecke war ein französischer Zug frontal auf einen italienischen geprallt. Der Tunnel an der Strecke Nizza - Cuneo liegt knapp vor der italienischen Grenze. (Frankfurter Rundschau)


Polen

Weiterhin Dampf in Wolsztyn [1/2003]
Auch im Jahr 2003 werden von Wolsztyn aus Dampfloks im Planbetrieb eingesetzt. Erfreulich ist die Wiederaufnahme des Güterverkehrs auf der Strecke nach Nowa Sol, da in Konotop ein neuer Güterkunde gewonnen werden konnte. Nach dem Fristablauf der letzten Exemplare der Baureihen Ty2 (DRG BR 52), Ty3 (DRG BR 42) und Ty45 wird der Güterumlauf allerdings mit artfremden Loks der Baureihen Ol49 oder Pt47 gefahren. Die Schadanfälligkeit der vorhandenen Lokomotiven gibt inzwischen Anlass zur Besorgnis. Ausfälle im Planbetrieb häufen sich und werfen in der öffentlichen Diskussion vor Ort die Frage auf, inwieweit Dampflokeinsätze vor den Pendlerzügen nach Poznan noch zu verantworten sind.


Rußland

Transsib elektrifiziert [1/2003]
Bereits vor mehr als 70 Jahren wurde mit der Elektrifizierung der Transsibirischen Eisenbahn begonnen, aber erst Ende 2002 war das Werk vollendet: Die längste Bahnlinie der Welt ist nun auf der gesamten Strecke von fast 10.000 km zwischen Moskau und Wladiwostok elektrifiziert. Das erste 18 km lange Teilstück (zwischen Moskau und Mytischtschi) war 1929 umgerüstet worden, die letzten Kilometer an der Küste im Fernen Osten bei Primorje wurden an Weihnachten dem Verkehr übergeben. (FAZ)


Das Letzte

"Teuerster Zug Europas" [1/2003]
Dieses wenig schmeichelhafte Prädikat hat der Londoner "Heathrow Express" erhalten, der nonstop vom Bahnhof Paddington zum größten britischen Flughafen fährt. Für die etwas mehr als 13 Meilen lange Strecke, die der Zug in 15 Minuten zurücklegt, müssen die Passagiere umgerechnet fast 30 Euro - und damit rund 2,20 Euro pro Meile - bezahlen. Allerdings gibt es eine preisgünstigere, wenn auch nicht so flotte Alternative zu diesem Expresszug: die U-Bahn. Sie braucht jedoch für die Fahrt vom Flughafen in die Londoner Innenstadt wegen der 17 Zwischenstopps mindestens eine Stunde. Dafür liegt der Fahrpreis mit rund 5,60 Euro erheblich niedriger (SZ/ FAZ)


Das Allerletzte

Großbritannien: Pünktlichkeit vor Leben [1/2003]
Ein Motorschaden wurde als Ursache für das Londoner U-Bahn-Unglück genannt, bei dem am 25.01.03 über 30 Menschen verletzt wurden. Ein Motor sei aus seiner Aufhängung gefallen und habe zur Entgleisung des mit 800 Passagieren voll besetzten Zuges geführt. Dadurch fuhr der Zug gegen die Tunnelwand.
Besonders makaber ist, dass der Fahrer "Probleme mit dem Motor" an die Zentrale gemeldet hatte und dennoch zum Weiterfahren aufgefordert wurde. Es war das schwerste U-Bahn-Unglück in London seit 1987. Immerhin wurden anschließend alle Züge der betroffenen Strecke (Central-Linie) aus Sicherheitsgründen aus dem Verkehr gezogen. (Frankfurter Rundschau/ SWR 3-Nachrichten)


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