Nachrichten 4/2003


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Australien
Europa / Europäische Union
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Das Letzte

Europäische Union [4/2003]


Osteuropa-Bahnprojekte
Die EU-Kommission unterstützt den Ausbau der Transeuropäischen Verkehrsnetze (TEN) mit erheblichen finanziellen Mitteln. Sie strebt u.a. eine Verlängerung der zentralen Verkehrsachsen in Richtung der östlichen Beitrittsstaaten an. Dabei soll eine Reihe vorrangiger Projekte von hohem europäischen Interesse zum Erfolg der EU-Erweiterung beitragen. Die Verkehrskommissarin der Europäischen Union, Loyola de Palacio, will deshalb insbesondere folgende Vorhaben beschleunigen: die Eisenbahnstrecke Paris - Bratislava (über Straßburg, Stuttgart und Wien), die Bahnlinie Athen - Nürnberg/Dresden (über Sofia, Budapest, Wien und Prag) sowie die Strecke Lyon/Genf über Basel und Duisburg nach Rotterdam/Antwerpen. Für den Ausbau der großen europäischen Verkehrsachsen, mit dem u.a. das Ziel der Verkehrsverlagerung auf die Schiene verfolgt wird, hat die EU-Kommission für die Zeit bis 2020 ein Finanzierungsvolumen von 220 Milliarden Euro veranschlagt. (EU-Nachrichten)

Vom Polarkreis bis Marrakesch
Seit mehr als 30 Jahren kann man inzwi-schen mit der Bahn in Europa, Nordafrika (Marokko) und Vorderasien (Türkei) "inter-railen". Rund eine Million Deutsche sind bisher per Interrail gereist. Angesichts der Billigflug-Konkurrenz sind aber im vergan-genen Jahr weniger als 20.000 Interrail-Fahrkarten in Deutschland verkauft wor-den, überwiegend an Jugendliche. Diese Kundengruppe informiert sich vorab meist über den Online-Service der Bahn (www.bahn.de/interrail) oder z.B. über www.interrailers.net. Bei bahn.de gibt es u.a. auch interessante Eisenbahn-Reise-berichte nachzulesen. (ITB Berlin, Tagesberichte)

Hedschasbahn-Ausstellung
Die ursprünglich 1300 km lange Hedschas-Bahnlinie, die Pilgerbahn von Damaskus nach Medina, existiert heute nur noch in Teilabschnitten. Was damals, in der ersten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts, vom Baukonzern Philipp Holzmann geschaffen und über die Deutsche Bank durch Georg von Siemens finanziert wurde, ist in vielen Bild- und Schriftdokumenten festgehalten worden. Bis zum 29. Februar 2004 (womöglich noch etwas länger) zeigt das DB-Museum Nürnberg in sieben Räumen eine sehenswerte Ausstellung über die Bagdad- und Hedschasbahn. Ein Teil der Fotos wurde anlässlich einer Dampflokreise durch den Vorderen Orient (Türkei - Syrien - Jordanien) im Jahr 2000 aufgenommen. Über "100 Jahre Bagdadbahn-Gesellschaft" wurde bereits im FE 2/2003, S. 47 berichtet. (Münchner Merkur)


Großbritannien [4/2003]

Neue Eurostar-Trasse
In Südengland ist der erste, 70 km lange Teil der Hochgeschwindigkeitstrasse des Eurostar auf britischem Boden fertiggestellt worden. Auf diesem 1,9 Milliarden £ teuren Teilstück kann nun ein Tempo bis zu 300 km/h gefahren werden - wie in Frankreich und Belgien schon seit langem. Die Bahnfahrt Paris - London durch den Kanaltunnel dauert jetzt nur noch zweieinhalb Stunden, von Brüssel nach London 2 Stunden 40 Minuten. Auf einer Testfahrt hat ein Zug auf der neuen Strecke einen britischen Geschwindigkeitsrekord mit 208 Meilen pro Stunde aufgestellt.

Die Passagierzahlen des Eurostars sind aber nur halb so hoch wie geplant. Knapp drei Millionen Personen benutzten die HG-Züge im ersten Halbjahr 2003. Als Grund nennt die “Neue Zürcher Zeitung” die Konkurrenz durch Billigfluggesellschaften und niedrigere Tarife der übrigen Fluggesellschaften.
Das Frachtvolumen im Eurotunnel liegt sogar drei Viertel unter den Schätzungen. Die Eurotunnel-Betriebsgesellschaft ist deshalb nicht in der Lage, die Zinsen ihrer Schulden aus den laufenden Einnahmen zu decken. Der gesamte Ausbau der Hochgeschwindigkeitsstrecke bis London wird noch bis 2007 dauern und mehr als sechs Milliarden Euro kosten. (Süddeutsche Zeitung/NZZ)

Tödlicher Unfall auf Museumsbahn
Zu einem schweren Zugunglück kam es am Mittag des 3. August bei der Romney, Hythe and Dymchurch Railway. Ein Personenzug der Bahn mit der Spurweite 381 mm kollidierte auf einem Bahnübergang in Dymchurch mit einem Pkw. Der Zug fuhr auf diesem Abschnitt mit der erlaubten Höchstgeschwindigkeit von etwa 30 km/h. Bei dem Aufprall wurde der 31-jährige Lokführer zwischen Kessel und Tender eingeklemmt. Er verstarb noch an der Unglückstelle. Die junge Pkw-Fahrerin soll das Warnlicht ignoriert und dabei auch noch zwei vor dem Übergang wartende Autos überholt haben. Sie kam ebenso wie ein im Auto sitzendes Kleinkind und die Fahrgäste des Zuges mit leichten Verletzungen davon. (Internet BBC)


Portugal [4/2003]

Dampf am Douro
Ausgehend von Regua bietet die Portugiesische Staatsbahn Sonderzüge auf zwei interessanten Routen an. Auf der Breitspurstrecke nach Tua kommen die Dampflok 0186, die Dampflok 0187 (beide 1'D2't Henschel 1925) oder die Diesellok 1424 mit fünf historischen Wagen zum Einsatz. Für die Meterspurstrecke nach Vila Real werden die Dampflok E204 (1B'Ct Henschel 1923), die Diesellok 9004 (Alstom 1964) und drei historische Wagen vorgehalten. Der Breitspurzug verkehrte im Jahr 2003 fahrplanmäßig an allen Samstagen von Mai bis Oktober durch das Dourotal, 15:35 ab Regua und 17:55 ab Tua. Der Schmalspurzug fährt offenbar nur auf Bestellung. (Internet)


Rumänien [4/2003]

Siemens-Triebwagen in Arad
Im Oktober wurde im Arader Waggonwerk Astra die Fertigungshalle für Triebwagen des Typs Desiro vom rumänischen Verkehrsminister und Siemens-Vertretern eingeweiht. Die Kooperation zwischen der Siemens Transportation System Group und Astra Vagoane Calatori SA beruht auf einem Vertrag über 120 Desiro-Triebwagen im Gesamtwert von 320 Mio. Euro. Dieser Vereinbarung zufolge sollen 63 Wagen in Rumänien gebaut und 57 Triebwagen aus Deutschland geliefert werden. Einige dieser Fahrzeuge sind bereits auf der Strecke Bukarest - Craiova im Einsatz. Sie sind bis zu 120 km/h schnell und brauchen nur ein Drittel der Kraftstoffmenge klassischer Lokomotiven. (DAZ Bukarest)

Nothalt
Die Einführung der modernen Desiro-Triebwagen im Fernverkehr (siehe Meldung zuvor) scheint nicht ohne Schwierigkeiten anzulaufen. Ein ausländischer Reisender berichtet von Akzeptanzproblemen bei der lokalen Bevölkerung. Im Vergleich zu den bisherigen lokbespannten Zügen werden vor allem die engen Sitze, der fehlende Speisewagen, der mangelnde Stauraum für Gepäck und die Unzuverlässigkeit des Vakuumsystems bei der einzigen Zugtoilette bemängelt. Als bei einer Zugfahrt von Iasi nach Bukarest die Toilette wieder einmal streikte, erzwangen verzweifelte Passagiere mit plausiblen Argumenten einen Halt auf freier Strecke. Nach Fortsetzung der Reise stellte sich heraus, dass einige Fahrgäste im Wald zurückgeblieben waren. Zum Glück für die Sitzenbleiber konnte der Triebwagenführer dazu überredet werden, an den Ort des Geschehens zurückzukehren und die restlichen Kandidaten aus den Büschen einzusammeln. (CRJ)


Spanien [4/2003]

Neubaustrecke in Betrieb gegangen
Mit einer Verspätung von etwa zehn Monaten wurde am 11. Oktober der Regelbetrieb auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke Madrid - Lleida / Lérida aufgenommen. Täglich fahren zehn Talgo- bzw. AVE-Züge, welche die 456 km lange Strecke zwischen 2 Stunden 40 Minuten und 2 Stunden 58 Minuten bewältigen. Das entspricht einer Durchschnittsgeschwindigkeiten von 171 bis 154 km/h bei einer Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h. Die Entwurfsgeschwindigkeit von 350 km/h kann bei weitem nicht ausgefahren werden, da weder das Signalsystem (ERTMS 2) noch die entsprechenden Züge (ICE 350) fertig gestellt sind. Sechs Talgos fahren, unter Benutzung der Spurwechselanlage in Lleida / Lérida über die alte Strecke weiter bis Barcelona. Der Fahrplan gilt bis zum Wechsel am 14. Dezember. Der Betriebsaufnahme vorausgegangen waren eine Pressesonderfahrt am 7. Oktober und die Eröffnungsfahrt mit König Juan Carlos sowie Vertretern der Regionen und Provinzen an Bord. Die verspätete Betriebsaufnahme ist auf zu spät begonnene Testfahrten und geologische Probleme zurückzuführen.

Der Bau der Strecke litt unter zahlreichen Problemen. Die Ausschreibung verzögerte sich, sodass die Bauarbeiten erst 1997 begonnen haben. Auf einem Streckenabschnitt brachen Gipshöhlen unter der Strecke ein, es gab Sabotage gegen die neue Trasse und bei einer Pressefahrt einen Defekt, worauf der Zug stehen blieb. Der katalanische Ministerpräsident Jordi Pujol - kein Parteifreund des spanischen Premiers Aznar - bemerkte in Anspielung auf eine Serie von Pannen und Unfällen bei der RENFE sarkastisch, dass ein langsamerer Zug auch sicherer sei... Die Reststrecke bis Barcelona wird voraussichtlich 2004 in Betrieb gehen. (TME/MK)


Japan [4/2003]

Railpass für Besucher
Japan, das eisenbahnmäßig sehr gut erschlossen ist, bietet auf seiner nördlichen Insel Hokkaido jetzt für ausländische Besucher einen Railpass an. Der für drei Tage gültige Pass, mit dem außer Zügen auch Busse benutzt werden können, kostet umgerechnet etwa 110 Euro. Man kann ihn vor Ort noch kaufen, aber auch schon vor der Abreise beim Japan Travel Bureau in Frankfurt. (Münchner Merkur)

Shinkansen-Fahrplanwechsel
Einer der bedeutendsten Fahrplanwechsel in der Shinkansen-Geschichte wurde am 1.10.2003 umgesetzt: Jetzt fahren auf dem Tokaido-Shinkansen zwischen Tokyo und Osaka nur noch Züge, die eine Höchstgeschwindigkeit von 270 km/h erreichen (Baureihen 300, 500, 700). Die nur 220 km/h schnelle Baureihe 100 wird als Kurzversion in Zukunft einige Kodama-Leistungen zwischen Osaka und Hakata erbringen. Gleichzeitig wurde ein neuer Shinkansen-Bahnhof in Shinagawa, südlich von Tokyo an der Yamanote-Ringlinie, eröffnet. Die Anzahl der Nozomi-Züge wurde auf sieben pro Stunde erhöht, die der Hikari auf zwei reduziert. Insgesamt kann dadurch die Kapazität auf der hochbelasteten Tokaido-Shinkansen-Strecke leicht erhöht werden. (FE/O. Mayer)

Monorail im Süden
Okinawa, Japans südlichste Präfektur, hat nach mehreren bahnfreien Jahrzehnten nun wieder ein schienengebundenes Verkehrsmittel. Am 10. August eröffnete (übrigens fünf Monate vor Plan!) die 12,9 km lange Monorail vom Flughafen Naha zur Burg Shuri in Okinawas Hauptstadt Naha. Es handelt sich um eine Allweg-Monorail, die mit Zwei-Wagen- Zügen betrieben wird. (FE/O. Mayer)

Mehr Museen
Am 9.8.2003 wurde das Kyushu Railway History Museum eröffnet. Es liegt am Bahnhof Mojiko in der Stadt Kitakyushu und passt sich hervorragend in die historische Gegend des alten Hafens Moji ein. Ausgestellt sind u.a. zwei Dampf- und zwei Elloks sowie fünf Triebwagen. Das Museum im Bahnhof Nagahama (am Biwa-See, östlich Kyoto) mit Japans ältestem erhaltenen Bahnhofsgebäude wurde erweitert, dort sind auch zwei Lokomotiven ausgestellt. (FE/O. Mayer)

Mehr Dampf
Die Oigawa Railway, bekannt als aktivste Dampf-Eisenbahn Japans, hat mit der Tenderlok C 11 190 jetzt die fünfte betriebsfähige Dampflok, hinzu kommt eine Lok des National Trust, die bei der Oigawa untergestellt ist. C 11 190 wurde 1940 bei Kawasaki gebaut und war zunächst in Sendai, später in Kumamoto im Einsatz und wurde 1974 abgestellt. (FE/O. Mayer)


Singapore [4/2003]

North East Line eröffnet
In Singapur wurde vor kurzem die 20 km lange North-East-U-Bahnlinie von Harbourfront nach Pungol eröffnet. Sie hat den Status der ersten vollautomatisch betriebenen U-Bahn in Singapur. Für die neue Verbindung lieferte Alstom 25 sechsteilige Metropoliszüge sowie das automatische Zugsicherungssystem Ur-balis 300.

Der offiziellen Inbetriebnahme ging ein zweimonatiger Testbetrieb mit Fahrgästen voraus, bei dem nach Angaben von Alstom eine Zuverlässigkeit von 99,5 % erreicht wurde. Mit einer Fahrplanabweichung von maximal zwei Minuten lag die Pünktlichkeitsrate bei 97 %. Durchschnittlich nutzen täglich rund 150.000 Fahrgäste die neue Verbindung. (NaNa)


Australien [4/2003]

Dieselneigezug Brisbane - Cairns
Am 15. Juni verkehrte der erste planmäßige australische Dieselneigezug auf der queensländischen, gut 1.600 km langen Strecke Cairns - Brisbane. Die kapspurige Ostküsten-Verbindung wird von den neuen Neigezügen in rund 25 Stunden bewältigt. Der "Cairns-Tilt-Train" verlässt Brisbane montags, mittwochs und freitags. Die Gegenrichtung wird sonntags, mittwochs und freitags ab Cairns bedient. (RD)

Transkontinentale Bahnstrecke fertiggestellt
Die zweite transkontinentale Eisenbahnstrecke des fünften Kontinents ist im Oktober fertiggestellt worden. Ab Januar 2004 rollen die ersten Frachtzüge von Darwin über Alice Springs nach Adelaide, ab Februar werden auch Passagiere befördert. Die erste Hälfte der Strecke - von Adelaide nach Alice Springs im "roten Herzen" Australiens - existiert schon seit 1929, der zweite Teil nach Darwin wurde seit Jahrzehnten geplant. Er hat 1,3 Milliarden australische Dollar gekostet, von denen die Privatwirtschaft mehr als 50 Prozent übernommen hat.

Vor allem im Frachtbereich erhofft man sich erhebliche Einnahmen. Aber es werden auch Zehntausende Touristen jährlich erwartet; es sollen bereits jetzt für mehr als fünf Millionen Dollar Tickets verkauft worden sein. Die Fahrt von Nord nach Süd oder umgekehrt dauert insgesamt 47 Stunden. (FAZ)


Argentinien [4/2003]

Wenn der Präsident Bahn fährt...
Für den Spätherbst 2003 ist die Wiederaufnahme der Bahnverbindung Buenos Aires - Posadas vorgesehen. Da der argentinische Staatspräsident Kirchner im Eröffnungszug mitfahren will, wird die gesamte Strecke (insbesondere alle Schwellen) genau auf ihre Betriebssicherheit hin überprüft.

Immerhin hat der Präsident vor der Wahl versprochen, den Bahnverkehr in seinem Land zu verbessern und insbesondere den Personenfernverkehr zu fördern. Ungefähr Mitte Dezember soll nach Angaben der ar-gentinischen Bahnverwaltung der Personenzug Buenos Aires - Córdoba wieder in Betrieb genommen werden. Sodann ist spätestens für 2004 vorgesehen, dass wie früher ein durchgehender Personenzug von der Hauptstadt bis nach San Carlos de Bariloche am Fuß der Anden fahren wird. Derzeit wird noch an der Instandsetzung eines Teils dieser Strecke von Viedma nach Bahia Blanca gearbeitet. (Volta o Trem/FlB - S. Rachdi, CH-Winterthur)


El Salvador [4/2003]

Netzstilllegung droht
Die salvadorianische Staatsbahn FENADESAL befindet sich schon seit längerem in einem maroden Zustand. Für eine dringend erforderliche Sanierung, vor allem zur Aufrechterhaltung des Vorortverkehrs der Hauptstadt San Salvador, findet sich aber mangels Gewinnaussichten kein Privatunternehmen.
Gerüchte machen die Runde, wonach die gesamte Staatsbahn für eine halbe Milliarde US-Dollar verkauft werden soll - ein utopischer Betrag, den niemand zu zahlen gewillt ist. Sollte die Bahn innerhalb der nächsten drei Jahre nicht wenigstens teilweise saniert und dann veräußert werden können, will man Regierungsverlautbarungen zufolge das Eisenbahnnetz möglicherweise stilllegen und abbauen - und würde damit dem schlechten Beispiel Nicaraguas folgen. (Volta o Trem/FlB - S. Rachdi, CH-Winterthur)


USA [4/2003]

Stadtbahn in Salt Lake City verlängert
Ein Jahr früher als geplant ging die 2,2 km lange Stadtbahn-Verlängerung zur Universitätsklinik in Betrieb. Rund 89 Mio. US-$ kostete nach Angaben der Utah Transit Authority die neue Strecke, in deren Verlauf drei neue Haltestellen eingerichtet wurden. Pro Tag werden rund 3.000 Fahrgäste erwartet. (NaNa)


Venezuela [4/2003]

Viel geplant, wenig gebaut
Die venezolanische Regierung hat zwar für 2004 angeblich einen größeren Posten im Staatshaushalt für den Ausbau des Schienenverkehrs vorgesehen, jedoch sind Zweifel an der Projektverwirklichung erlaubt. Das Geld soll in die Ferrocar-Linien Puerto Cabello - Barquisimeto und Yaritagua - Acarigua - Turén fließen. Auch soll der Bau der Bahnstrecke Caracas - Valencia - Puerto Cabello weiter gefördert werden; immerhin wurde bereits mit dem Bau eines Bahnhofs in Valencia begonnen, obwohl die Gleiskörper noch fehlen! (Volta o Trem/FlB - S. Rachdi, CH-Winterthur)


Das Letzte [4/2003]

Sprayer I – auf Urlaubsreise
Drei italienische Graffitti-"Künstler" reisten im August quer durch Europa, um u.a. in Zürich, Monte Carlo und Berlin U-Bahnzüge zu besprühen. In München "dekorierten" sie in Anwesenheit ein- und aussteigender Fahrgäste innerhalb von fünf Minuten einen kompletten Wagen. Dann verschwanden sie, bevor die Polizei eintraf. In Hamburg endete die Europa-Tour der drei 21 bis 23 Jahre alten Täter; dort wurden sie nämlich gefasst und erst nach Zahlung von Kautionen wieder freigelassen. Allein im Großraum München wurde nach Polizeiangaben im Jahr 2002 von Sprayern ein Schaden in Höhe von 3,4 Mio. Euro angerichtet. (Süddeutsche Zeitung)

Sprayer II – Scarborough Affair
„Hirnlose Muggels“ haben den (Film-) Zug Harry Porters mit Graffiti ver(un)ziert. Zwei der dunkelroten Waggons wurden dabei mit silberner und grüner Farbe verunstaltet. Die Lokomotive blieb immerhin verschont. Nach Angabe der Transportpolizei wird es „ein Vermögen“ kosten, die Wagen wieder in den Ursprungszustand zurück zu versetzen. Wenn der Zug nicht für Filmaufnahmen gebraucht wird, läuft er zwischen York und dem Seebad Scarborough an der Nordostküste Englands bei der West Coast Railway Company.
Bewundernswert ist der Mut der Täter, denn wären sie erwischt worden, so hätte immerhin die Gefahr gedroht, dass Harry sie mit einem Fluch belegt, z.B., dass sie der Blitz beim Sch ... treffen möge. Und das für ein paar hirnlose Sprühorgien? (FR)


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