U-Bahn-Anschläge
19.03.1994: In Baku wird eine Bombe in einer U-Bahn gezündet und tötet 13 Menschen. Als Drahtzieher werden Armenier
vermutet.
03.05.1994: Bei einem zweiten Metro-Anschlag in Baku gibt es sieben Tote.
20.03.1995: Mitglieder der Aum-Sekte töten in der U-Bahn in Tokio zwölf Personen durch das Nervengas Sarin.
25.07.1995: Bei einem Bombenanschlag algerischer Islamisten im U-Bahnhof Saint-Michel in Paris kommen acht Menschen
um und werden mehr als 100 verletzt.
11.06.1996: Unbekannte zünden eine Bombe auf einer viel befahrenen U-Bahn-Linie in Moskau; vier Fahrgäste sterben,
zwölf werden verletzt.
08.08.2000: Ein Sprengsatz in der Metro-Station Twerskaja in Moskau tötet 13 Passagiere; die Täter wurden nie gefasst.
06.02.2004: Eine tschetschenische Attentäterin zündet in der U-Bahn in Moskau eine Bombe, nach offiziellen Angaben
gibt es 40 Tote.
(FAZ)
Sozialgesetz und Lok-Führerschein
Die EU-Arbeitsminister erreichten am 2. Juni eine politische Einigung zu einer Richtlinie über die Arbeitsbedingungen
des fahrenden Bahnpersonals im grenzüberschreitenden Verkehr. Gesetzlich festgeschrieben wird damit eine Vereinbarung,
die zwischen der Gemeinschaft der Europäischen Bahnen (GEB) und der Europäischen Transportarbeiter-Föderation (ETF) nach
achtmonatigen Verhandlungen abgeschlossen und im vergangenen Jahr unterzeichnet wurde.
Die Sozialregeln, die das EU-Parlament noch bestätigen muss, fixieren die Einführung eines einheitlichen EU-Lok-
Führerscheins sowie Mindeststandards für Arbeits- und Ruhezeiten der Zugbesatzung. Ein Personalwechsel an den Grenzen soll
zukünftig entfallen. Für GEB-Exekutivdirektor Johannes Ludewig, damaliger Verhandlungsführer für 34 europäische
Eisenbahnen und Infrastrukturgesellschaften, beweist die Richtlinie, dass die Sozialpartner ihre Verantwortung selbst
wahrnehmen können.
(Verkehrsrundschau)
Bahnverkehr-Modernisierung
Die Europäische Eisenbahnagentur hat ihre Arbeit aufgenommen. Ihre Hauptaufgabe ist die Ausarbeitung technischer und
betrieblicher Vorschriften für alle europäischen Eisenbahnen, um die Interoperabilität zu gewährleisten. Die Büros sind
in Valenciennes (Frankreich) angesiedelt. Internationale Zusammenkünfte finden in Lille statt. Dort treffen die
Schnellbahnstrecken aus Brüssel/Köln, London und Paris zusammen. Die neue Agentur werde den Eisenbahnverkehr
wettbewerbsfähiger, sicherer und effizienter machen, erklärte Jacques Barrot, EU-Kommissar für Verkehr. (EU-Nachrichten)
DESIRO-Option eingelöst
Nach 25 zweiteiligen Diesel-Desiros bestellte die Bulgarische Staatsbahn (BDZ) nun auch 25 elektrische Desiro-Classic
bei Siemens. Der 117 Mio. € schwere Auftrag umfasst 15 dreiteilige und zehn vierteilige Triebwagen sowie deren Wartung.
Vormontiert werden die Züge erneut im Werk Krefeld-Uerdingen, die Endmontage erfolgt im BDZ-Betriebswerk Varna. Die
Auslieferung der Züge soll Mitte 2007 beginnen und Mitte 2008 abgeschlossen sein.
(NaNa)
GTWs mit Problemen
Nach einem Jahr sind die 29 GTW 2/6 aus Schweizer Produktion wegen technischer und organisatorischer Probleme
teilweise bereits abgestellt. Von den zwölf Schmalspur-Fahrzeugen sind derzeit drei in Piräus und zwei in Pirgos
blockiert, da sie nicht zur Werkstatt in Kalamata gelangen können. Die Strecke Korinth - Tripolis - Kalamata ist wegen
Sanierungsarbeiten geschlossen, die Alfios-Brücke in der Nähe von Pirgos darf wegen angeblich zu hoher Achslast von den
GTW nicht befahren werden. Fehlende Toiletten sind ein weiteres Problem der Schmalspur-GTW. So mussten auf Grund von
Fahrgastbeschwerden die GTW zwischen Piräus und Nafplio (dreieinhalb Std. Fahrzeit) durch die MAN-Nahverkehrstriebwagen
ersetzt werden.
Bei den Normalspur-GTW ist eine Einheit wegen starker Fahrgestell-Verformungen eines Power-Moduls außer Gefecht. Wegen
schwacher Nachfrage auf der neuen Athener Flughafen S-Bahn (zu hoher Fahrpreis!) werden dort nicht mehr alle Einheiten
benötigt, so dass zwei Fahrzeuge zwischenzeitlich in Thessaloniki zu finden sind. (NaNa)
Docklands Light Railway
In London begannen kürzlich die ersten Arbeiten an der 2,5 km langen Verlängerung der Docklands Light Railway (DLR)
nach Woolwich. Der neue Abschnitt wird unter der Themse hindurch geführt werden und soll 2009 in Betrieb gehen. Das erste
Teilstück des vollautomatischen DLR-Systems war 1987 mit 15 Stationen eröffnet worden. Zwischenzeitlich konnte das Netz
mehrfach erweitert werden. Bedient werden heute 44 Stationen, die Zahl der Fahrzeuge stieg von anfangs elf auf heute 94.
Benutzten 1994 rund 8,2 Mio. Fahrgäste die DLR, werden für das laufende Jahr 50 Mio. erwartet. (NaNa)
LNWR-Vierkuppler endlich wieder betriebsfähig
Eine bemerkenswerte Inbetriebnahme einer Museumsdampflok konnte im Juli gefeiert werden. Der D-Kuppler der London & North
Western Railway (LNWR) aus dem Jahre 1921 bewegte sich erstmals nach 46 Jahren wieder mit eigener Dampfkraft. Eigentlich
gehört die Maschine der Baureihe G2 dem National Railway Museum in York, doch ihre Wiederaufarbeitung besaß dort nur
geringe Priorität. Finanziert wurde das Ganze schließlich von Pete Waterman, einem bekannten Musikproduzenten und
Eisenbahnliebhaber, der in seiner Jugend auf Lokomotiven diesen Typs noch Dienst tat. Die Aufarbeitung war nicht gerade
einfach: Die bei einem Unfall verbogene Antriebsachse musste wieder gerade gerichtet werden, der Tender erhielt einen
neuen Aufbau und natürlich musste der Kessel extensiv überholt werden.
Die Bauart der Museumslok kann bis zum ersten, 1892 in Dienst gestellten LNWR-Vierkuppler zurückverfolgt werden. Die
erste Heißdampfmaschine dieses Typs erschien 1912 und die Museumslok ist das erste Exemplar der 1921 nochmals verbesserte
Bauserie. Davon gelangten 1948 noch über 550 in den Bestand der neu gegründeten British Railways. Die Baureihe war
berüchtigt für ihren ungleichen Auspuffschlag und ihre Dampflecks an der Front. Im August gab die Maschine ein Gastspiel
bei der Churnet Valley Railway und am 11. und 12. September zeigt sie sich bei den "Tagen der offenen Tür" in den Crewe
Works. (Edward Talbot)
Billig-Railer
In Italien kämpft die Staatsbahn FS jetzt mit massiven Mitteln gegen die Billigflugangebote. Zwischen Mailand und Rom
verkehrt täglich unter dem Namen "Tren-OK" ein Pendolino der ersten Generation. Die Tickets mit fester Zugbindung für
gerade mal 9,- EUR gibt es im Internet, am Automaten oder per Telefon. Der Zug verfügt nur über Sitze in der 2. Klasse, es
gibt keinerlei Service an Bord. Weiterhin werden außer in Bologna nicht die Hauptbahnhöfe, sondern Vorortstationen
angefahren. Die Reisezeit für die 630 km beträgt 4,5 Stunden und liegt damit in derselben Größenordnung wie die
Hochgeschwin-digkeitsverbindungen. Eine weitere Strecke mit diesem Angebot ist Rom - Bari. (www.trenok.it)
Erste italienische S-Bahn in Betrieb
In Mailand ging das erste S-Bahnsystem Italiens in Betrieb. Auf den zur Zeit acht Linien fahren die Züge von 5 Uhr
morgens bis Mitternacht im 30-Minuten-Takt. Ermöglicht wurde die S-Bahn durch die Fertigstellung des sogenannten Passante,
der Durch-messerstrecke durch Mailand mit einem 10,4 km langen Stadttunnel. Damit werden die Strecken der Staatsbahn und
der privaten Ferrovie Nord Milano (FNM) miteinander verbunden und man kann nun von den Bahnhöfen Bovisa und Rho direkt zum
östlich von Mailand gelegenen Bahnhof Pioltello fahren.
Allerdings hat die neue S-Bahn noch ihre Tücken. Schwachstellen in der Infrastruktur sowie veraltetes,
störungsanfälliges und zu knappes Rollmaterial gehören zu den Kinderkrankheiten. Auch der Passante bereitet Probleme, da
er bei betrieblichen Schwierigkeiten geschlossen wird und vor allem nicht für Gleiswechselbetrieb ausgerüstet ist. (NaNa)
GTWs für Arriva
Nach der gewonnenen Ausschreibung über SPNV-Leistungen in Groningen und Friesland bestellt Arriva Nederland bei
Stadler insgesamt 43 dieselelektrische GTW-Triebwagen. Das Auftragsvolumen beträgt rund 220 Mio. CHF und beinhaltet die
Lieferung von 27 achtachsigen GTW 2/8 (178 Sitzplätze) sowie 16 sechsachsigen GTW 2/6 (116 Sitzplätze).
Zum Einsatz werden die Fahrzeuge auf der Hauptstrecke Leeuwarden - Groningen sowie auf den Nebenstrecken nach
Harlingen, Stavoren, Roodeschool und Delfzijl kommen. Für Fahrten auf der Strecke Groningen - Leer werden acht Triebwagen
mit einem "Deutschlandpaket" zur Zugsicherung ausgestattet. (NaNa)
"LIREX" für Stockholm
Kürzlich präsentierte Alstom LHB in Salzgitter die längste S-Bahn der Welt, den ersten von insgesamt 55 Triebwagen
für den Stockholmer Vorortverkehr. Die sechsteiligen Elektrofahrzeuge vom Typ Coradia Lirex sind 107 m lang und können
900 Fahrgäste aufnehmen. Wie beim Erprobungsträger LIREX wurden die Hauptaggregate auf dem Dach angeordnet. Somit konnte
ein durchgängiger und barrierefreier Innenraum geschaffen und ein besserer Witterungsschutz erreicht werden. Die zwölf
breiten Türen auf jeder Seite ermöglichen einen schnellen Fahrgastwechsel bei den 160 km/h schnellen Triebwagen, welche in
nur 30 Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigen können. Sie können auch bei Temperaturen von minus 35 Grad verkehren und
sollen besonders energiesparend sowie zu 95 Prozent recycelbar sein. Der Auftrag hat einen Wert von rund 400 Mio. € und
umfasst eine Option über weitere 50 Einheiten.
(NaNa/FAZ)
Tunnel vollendet
Der mit 28,4 km fünftlängste Eisenbahntunnel der Welt konnte kürzlich fertig gestellt werden. Das so genannte Loch von
Guadarrama gehört zur neuen Hochgeschwindigkeitsstrecke Madrid - Valladolid, welche für Höchstgeschwindigkeiten bis zu
350 km/h ausgelegt sein wird und bis Ende 2007 in Betrieb gehen soll. (RD)
Anschlag auf Postzug
Bei einem Terroranschlag (vermutlich kurdischer Rebellen) auf einen Postzug im Südosten der Türkei sind Anfang Juli
fünf Menschen getötet und zwölf verletzt worden. Erst einen Tag zuvor hatte die türkische Polizei ein Selbstmordattentat
im Justizministerium in Ankara verhindert und den Täter erschossen. (MM)
Stadler gewinnt erneut - oder nicht?
Zum zweiten Mal erklärten die ungarischen Staatsbahnen MÁV die Stadler Bussnang AG zur Gewinnerin der internationalen
Ausschreibung zu Lieferung und Unterhalt von 30 elektrischen S-Bahnzügen. Gegen das Ergebnis der ersten Ausschreibung
hatte Mitbewerber Bombardier protestiert. Doch Stadler musste weiter bangen: Eine Schiedskommission gab dem erneuten
Einspruch von Bombardier recht. Somit war Bombardier weiter im Rennen und durfte sein Angebot modifizieren. Auch beim
dritten Mal konnte sich Stadler jetzt durchsetzen und wurde von der MÁV zum Sieger erklärt.
Stadler will zusammen mit dem ungarischen Partnerunternehmen Ganz Transe-lektro die vierteiligen Flirt-Triebwagen für
die Strecken Budapest - Tatabánya, Bu-dapest - Székesfehérvár und Budapest - Pusztaszabolcs produzieren. Einschließlich
aller Optionen beläuft sich das Auftragsvolumen auf 700 Mio. CHF. Als Optionen sind die Lieferung von weiteren 30
Fahrzeugen sowie Reinigung und Unterhalt von dann insgesamt 60 Einheiten vorgesehen. Der Schweizer Anteil an den
Fahrzeuglieferungen beträgt 75 %. (NaNa)
Sonntäglicher Regeldampfbetrieb
Seit 20. März 2005 bietet die Bahn von Eritrea erstmals einen öffentlichen Dampfzug an. Dieser verkehrt jeden Sonntag
ab Asmara bis Nefasit und zurück, die Fahrt beginnt um 08.00 Uhr in Asmara und Rückkehr ist etwa um 12.00 Uhr. Der
Fahrpreis beträgt für Touristen 50 US$, für Einheimische 100 Nakfa. (FCN)
Neubaustrecken kommen
Die kenianische Regierung hat angekündigt, die schon lange geplanten Eisenbahnneubaustrecken nun in Angriff zu nehmen.
Es handelt sich dabei um eine Strecke nach Äthiopien, eine andere soll Richtung Sudan gebaut werden. Beide entsprechen
alten Plänen, wobei jene nach Sudan noch aus der Feder von Cecil Rhode´s Cape-Cairo Railway stammen.
(FCN)
Neuer Vorortverkehr in Maputo
Am 19. Juli gab die staatliche Bahngesellschaft CFM bekannt, dass sie am 22. Juli entsprechend einem
Regierungsbeschluss den Schienenpersonenverkehr im Großraum Maputo wiederaufnehmen wird. Die neuen Verbindungen sind vor
allem für Pendler und Studenten als billigere Alternative zu den allgegenwärtigen privaten Minibussen ("chapas") gedacht.
Da jeder Zug mehrere hundert Fahrgäste befördern kann, ist dies eine ernsthafte Konkurrenz zu den Minibussen.
Ein Zugpaar (morgens hin und abends zurück) wird vom westlich gelegenen Matola-Gare zum Hauptbahnhof von Maputo
verkehren, ein zweites von Marracuene aus, rund 30 Kilometer nördlich gelegen. Abgesehen von dem nicht gerade üppigen
Angebot sind die Züge auch noch langsamer als die Minibusse. Unzweifelhaft bilden sie aber eine sicherere Alternative, da
die Minibusse häufig in schwere Unfälle verwickelt sind. CFM wies explizit darauf hin, dass dieses neue Angebot als ein
von der Regierung bestellter Versuch zu betrachten ist, mit dem steigenden Spritpreisen und fehlenden Kapazitäten im
öffentlichen Verkehr entgegengewirkt werden soll. (AIM)
Neuer Fahrplan
Am 6. Juni 2005 ist ein neuer Fahrplan in Kraft getreten, der allerdings im Wesentlichen den bisherigen Leistungen
entspricht. Danach verkehren Nachtzüge auf den folgenden Strecken:
Windhoek - Gobabis dreimal p.W.,
Windhoek - Swakopmund - Walvis Bay ex Sa,
Windhoek - Tsumeb dreimal p.W.,
Walvis Bay - Tsumeb dreimal p.W.,
Windhoek - Keetmanshoop ex Sa.
Zwischen Keetmanshoop und Upington (S.A.) verkehrt ein Tageszug mit entsprechendem Anschluss zweimal pro Woche. Auf der Strecke Keetmanshoop - Lüderitz ist immer noch Busverkehr ausgewiesen. (FE / ATS Elliott / KWK)
Sanierung erfolgreich
Nachdem die TransNamib nach eigenen Angaben im Finanzjahr 2003/2004 nur knapp einem Bankrott entging, ist die jüngste
Bilanz deutlich positiver. Wurden im Jahr 2002 noch 81 Mio. N$ Verlust eingefahren, so stand dem im Geschäftsjahr
2003/2004 ein Gewinn von 31 Mio. N$ gegenüber. Als Gründe für die Verbesserung wurden u.a. genannt: Reduzierung der
Finanzierungskosten und Verbesserung der Kapazitätsauslastung. Gleichzeitig wurden schwere buchhalterische Fehler in den
vergangenen Bilanzen eingeräumt, die bisher als Staatsgeheimnis gehütet wurden. (FE / ATS Elliott / KWK)
Neubaustrecke eröffnet
Der moderne, aus China stammende, dreiteilige Triebwagenzug mit dem Namen "Omugulu Gomnashe" hatte im April 2005 die
Ehre, das erste fertig gestellte Teilstück der neuen Bahn von Tsumeb nach der angolanischen Grenze zu befahren. NamRail
gab dabei bekannt, im Zuge einer Verbesserung des Personenverkehrs weitere baugleiche Triebwagen zu beschaffen. (FCN)
Regio-Stadtbahn kommt
Nun ist es amtlich: Bis in sechs Jahren soll die rund 70 km lange Tram-Train-Strecke (fernbahnähnliche Straßenbahn auf
eigenem Gleiskörper) über die ganze Nordwest- und Nordküste der französischen Insel Réunion von Le Port über St. Denis
nach St. Benoit erbaut und in Betrieb sein. Eine weitere Strecke von Le Port zur Südküste soll anschließend realisiert
werden. Somit bekommt die Insel zum zweiten Mal ein Eisenbahnsystem. (FCN)
Großauftrag an Bombardier
Das von Bombardier Transportation geführte Konsortium Bombala konnte sich den Auftrag der südafrikanischen
Provinzialregierung Gauteng zu Bau, Betrieb und Unterhaltung eines neuen Schnellbahnsystems sichern. Das 80 km lange, mit
25 kV zu elektrifizierende Gautrain Rapid Transit System soll Johannesburg und Pretoria untereinander sowie mit dem
internationalen Flughafen von Johannesburg verbinden und im Gegensatz zum kapspurigen SAR-Netz in Normalspur ausgeführt
werden. 30 km der neuen Strecke sollen im Tunnel, 12 km über Brücken verlaufen. Abschnittsweise soll die
Höchstgeschwindigkeit 180 km/h betragen. Die Fertigstellung des rund 1 Mrd. US$ teuren Projekts ist bis zur
Fußballweltmeisterschaft 2010 vorgesehen. (NaNa/RD)
Neue Strecken braucht das Land
Im Fünf-Jahres-Masterplan der chinesischen Regierung wurde beschlossen, in den Jahren 2006 bis 2010 weitere 10.000 km
Eisenbahnstrecken zu bauen. Darunter werden elf neue Strecken mit 5.000 km nur für den Personenverkehr sein. Etwa 4.000 km
bestehender Bahnstrecken sollen in dieser Zeit auf Doppelspur ausgebaut werden und 6.000 km Strecken werden elektrifiziert.
(FCN)
Neues Schnellbahnsystem
Das Konsortium Dubai Rapid Link unter Führung von Mitsubishi wird das neue rund 70 km lange Schnellbahnnetz in Dubai
bauen. Das Auftragsvolumen beträgt rund 2,3 Mrd. US$. Neun Kilometer des neuen Schnellbahnsystems werden unterirdisch
verlaufen. Bereits 2009 sollen die ersten Abschnitte in Betrieb gehen. (NaNa)
Neubaustrecke nach Kaschmir
Die ersten 55 Kilometer der neuen breitspurigen Verbindung nach Kaschmir gingen im April in Betrieb. Der Abschnitt von
Jammu Uwi nach Udhampur beinhaltet auch einen 77 Meter hohen Viadukt. Die indischen Staatsbahnen planen die
Fertigstellung der restlichen 344 Kilometer bis zum Jahr 2007. (RD)
Weltkulturerbe Nilgiribahn
Wie schon die Darjeeling-Bahn zuvor hat nun auch die Nilgiribahn von der UNESCO den Status als Weltkulturerbe
erhalten. Die dampfbetriebene Nilgiribahn mit ihren spektakulären Zahnradabschnitten führt von Mettupalayam nach
Udhagamandalam (Ootacamund) und kann zukünftig auf finanzielle Hilfen aus den Geldtöpfen der UN hoffen. (RD)
Finanzspritze gefragt
Iraks Eisenbahn benötigt dringend Investitionen in Höhe von über 4 Mrd. US$. Die Eisenbahn in Irak hat eine lange
Tradition ("Bagdad-Bahn") und das Schienennetz gehört zu den größten in der Region. Es umfasst rd. 2.500 km Strecke, wovon
allerdings 1.130 km in schlechter Verfassung sind. An manchen Stellen ist daher nur eine Höchstgeschwindigkeit von 40 km/h
möglich. Mit etwa 30 % des gesamten Verkehrsaufkommens hat die Eisenbahn bis zum jüngsten Konflikt trotz
sanktionsbedingter Minderinvestitionen eine wichtige Rolle im Transportwesen des Landes gespielt.
(Bundesagentur für Außenwirtschaft - bfai)
Streckeneinweihungen
Am 3. Mai wurde die neue 800 km lange Direktverbindung zwischen Bafgh und Mashhad offiziell eröffnet. Mit ihr
verknüpfen sich Erwartungen zum Transitverkehr großer Frachtmengen über Bandar Abbas, einen Hafen am Persischen Golf.
Am 22. Dezember 2004 hat der iranische Staatspräsident die 225 km lange Bahnlinie Kerman - Bam offiziell eingeweiht.
Ein fahrplanmäßiger Personenverkehr besteht noch nicht. Die Fertigstellung dieser Strecke bis zur Verknüpfung mit dem
pakista-nischen Eisenbahnnetz in Zahedan wird noch für dieses Jahr erwartet. (RD/FCN)
Wiederaufbau in Normalspur
Im April 2005 begannen die Bauarbeiten für den Wiederaufbau der Strecke von Haifa nach Beit She´an im Jordantal. Die
nun in Normalspur zu erbauende Strecke wird meistens auf der Trasse der früheren Hedjazbahn-Zweigstrecke zu liegen
kommen. Nur im Bereich von Haifa erhält die Linie einen neuen Verlauf, da dort viel von der alten Infrastruktur überbaut
ist. Die Strecke soll 2007 für den Personen- und Güterverkehr eröffnet werden. Die Investitionen belaufen sich auf 229
Mio. US$. (FCN)
Schweres Eisenbahnunglück
In der Nähe von Kibbutz Revadim, 40 km südlich von Tel Aviv, blieb am 21. Juni ein mit 50 t Kohlenstaub beladener
Lastwagen beim überqueren eines unbeschrankten Bahnüberganges aus ungeklärter Ursache stecken und stieß mit einem 120 km/h
schnellen Zug der Israelischen Eisenbahn (IR) zusammen. Von den etwa 350 Fahrgästen wurden 250 Personen verletzt, acht
Passagiere kamen ums Leben. Da der ebenfalls umgekommene Fahrer des Lastwagens selber ein Jude war, handelt es sich nicht
um einen Terroranschlag. Dank vortrefflicher Organisation konnten die Verletzten sofort in die Krankenhäuser gefahren oder
mit Hubschraubern geflogen werden. Das letzte schwere Bahnunglück der IR mit Toten ereignete sich 1985.
(NAI/M. Frey)
Neigender Shinkansen
Die ersten Testfahrten des neuen "Neige"-Shinkansen der Baureihe N700 haben begonnen. Der Prototyp der Central Japan
Railway Company ist bis zu 300 km/h schnell, besitzt eine begrenzte Neigefähigkeit, verbesserte Energiebilanz und ein
hohes Beschleunigungsvermögen. Er gilt als Quantensprung in Japans Hochgeschwindigkeitstechnologie. Ab 2007 soll der N700
die 2.500-m-Radius-Kurven auf der Tokaido-Shinkansen-Strecke mit 270 km/h durchrasen statt mit 255 km/h wie bisher. Auf
der Sanyo-Linie ist eine Geschwindigkeit von 300 km/h vorgesehen. Dabei erreicht der Zug die 270-km/h-Marke in der Ebene
um 40 % schneller als die Züge der Baureihe 700 heute. Auf dem Abschnitt Tokio - Osaka führt dies allerdings nur zu einer
Beschleunigung um fünf Minuten (Tokio - Osaka dann in 2 Std. 25') und auf der Gesamtstrecke Tokio - Hakata um 13 Min.
(dann 4 Std. 45'). (RD)
Neuer Hochgeschwindigkeitszug
In Japan hat die Bahn einen neuen Hochgeschwindigkeitszug getestet, der schneller als der französische Rekordhalter
TGV werden soll. Der Fastech360S absolvierte seine erste Fahrt mit einer Höchstgeschwindigkeit von zunächst 275 km/h
zwischen den Städten Sendai und Kitakami in Nordjapan. Bis zum Abschluss der Testphase 2008 soll der Zug 405 km/h
erreichen. Voraussichtlich im Jahr 2011 soll er auf der Neubaustrecke von Hachinohe nach Aomori in Dienst gehen, welche an
die Strecke Tokio - Hachinohe (Tohoku-Shinkansen) anschließt, und Tempo 360 fahren. Der französische TGV erreicht derzeit
im Linienbetrieb 350 km/h. (FAZ)
Aso-Boy geht in den Ruhestand
Der Dampfzug "Aso-Boy" von JR Kyushu, seit 1988 hauptsächlich auf der Strecke Kumamoto - Miyaji unterwegs, wird nur
noch bis Ende August 2005 in der bekannten Konfiguration verkehren. Die Dampflok 58654, welche den Aso-Boy zieht, war 1922
gebaut worden, und ist die älteste Dampflok Japans im Hauptstreckeneinsatz. Immer schwieriger werdende Reparaturen
veranlassten JR Kyushu nun, die Lok abzustellen. Ab September soll der Aso-Boy von einer Diesellok gezogen werden. (
Oliver Mayer)
Lückenschluss
Die Lücke zwischen den kambodschanischen und thailändischen Bahnnetzen im Abschnitt O´Chreau (Kam.) und
Arany-aprathet (Thai.) wird zur Zeit geschlossen. China leistet dabei Finanzhilfe und Malaysia liefert Schienen und
übriges Gleismaterial, welches beim Umbau der Strecke Rawang - Ipoh frei wurde. (FCN)
Elektroloks verlassen Brisbane
Am 7. Mai endete der Einsatz von Elektroloks auf der 622 km langen Strecke Brisbane - Rockhampton. Die hier seit
Aufnahme des elektrischen Betriebes eingesetzten 30 (nach Unfall und Verschrottung von 3902 noch 29) Maschinen der
Baureihe 3900 werden dringend im wachsenden Kohlenverkehr in Zentral-Queensland benötigt. Nach diversen Anpassungen laufen
sie dort als Baureihe 3550. Auf der Nordküstenstrecke verkehren jetzt nur noch elektrisch die Neigezug-Triebwagen zwischen
Brisbane und Rockhampton sowie Triebwagen im S-Bahn- und Regionalverkehr. Alle lokbespannten Reise- und Güterzüge werden
unter Fahrdraht von Dieselloks befördert. (RD)
Gold Coast Railway wird verlängert
Die seit Mai 1998 in Robina endende Gold Coast Railway wird um 4,1 Kilometer bis nach Reedy Creek verlängert, gab
kürzlich die Regierung von Queensland bekannt. Daneben wird der 15,9 km lange Abschnitt zwischen Helensvale und Robina auf
Doppelspur ausgebaut, um auch zukünftig den 30-Minuten-Takt sicher zu stellen und die heute bestehende
Verspätungsanfälligkeit abzubauen. Das ganze Projekt umfasst ein Volumen von rund 123 Mio. AUS$, wobei rund 35 Mio. auf
die Verlängerung entfallen. Mit der Fertigstellung wird nicht vor Mitte 2009 gerechnet. (RD)
Neue Doppeldecker für Sydney
Anfang April erhielt United Goninan den Zuschlag zum Bau von 81 vierteiligen, elektrischen Doppelstock-Triebwagen,
sogenannten "Outer Suburban Carriages - OSCAs" für den Regionalverkehr im Großraum Sydney. Die 262 Mio. AUS$ schwere
Order ist ein Folgeauftrag, denn schon im Februar 2003 waren 41 OSCAs bestellt worden, deren erste Anfang 2006 zur
Auslieferung anstehen. Nach ihrer Inbetriebnahme sollen die OSCAs die "Outer Suburban Tangara´s" ersetzen, welche dann in
den S-Bahndienst wechseln. (RD)
Tramverlängerung in Adelaide
Die seit 1958 einzige noch vorhandene Straßenbahnlinie in Südaustraliens Hauptstadt Adelaide wird im Stadtzentrum um 1,2
Kilometer zum zentrumsnahen, nur von S-Bahnen bedienten Hauptbahnhof in North Terrace verlängert.
Ursprünglich ging die Linie zum Küstenvorort Glenelg 1873 als private Eisenbahn in Betrieb. Erst nach Verkauf an die
Straßenbahngesellschaft von Adelaide wurde die Strecke bis zum 14. Dezember 1929 elektrifiziert und dann als (Überland-)
Straßenbahn betrieben. Seit damals führen den Verkehr bis heute die alten Triebwagen der Baureihe H durch. Schon im Mai
2003 wurde eine 56 Mio. AUS$ teure Modernisierung der Straßenbahn beschlossen, welche u.a. die Lieferung von neun
Bombardier-Niederflurfahrzeugen umfasst. Die Kosten der Verlängerung werden mit weiteren 21 Mio. AUS$ veranschlagt.
(RD, NaNa)
Transanden-Bahn kommt wieder
Die berühmte Transandino-Strecke von Mendoza in Argentinien nach Los Andes in Chile wird definitiv wieder aufgebaut.
Beide Seiten haben erkannt, dass dies die preiswertere Alternative sei, als eine neue Strecke von Zapala nach Lonquimay zu
bauen. (FCN)
Regulärer Personenverkehr
Seit Mitte April 2005 verkehrt endlich wieder ein regulärer Personenzug zwischen Buenos Aires und Córdoba, dies
vorerst noch wöchentlich. Sobald eine zweite Komposition dem Betreiber FerroCentral zur Verfügung steht, werden mehr
Fahrten angeboten. (FCN)
Gebrauchtfahrzeuge aus Spanien
In den nächsten fünf Jahren werden spanische Bahnen (RENFE und FEVE) insgesamt 96 elektrische Triebwagenzüge und 536
Lokomotiven und Wagen an die argentinische Regierung verkaufen. Das "neue" Rollmaterial soll im Vorortverkehr von Buenos
Aires und bei der Wiederaufnahme des Fernpersonenverkehrs zum Touristenort Bariloche sowie zu Städten wie Tucumán und
Mendoza eingesetzt werden.
Ferner hofft die Regierung, gebrauchte E-lektrotriebwagen, Schienenbusse, Lokomotiven und Wagen aus Portugal erwerben
zu können. Die ersten von insgesamt 17 meterspurigen Dieseltriebwagen des vormaligen Systems von Porto sind inzwischen
schon in Buenos Aires eingetroffen. (RD)
Wieder Personenzüge
Seit dem 20. Dezember 2004 verkehren wieder fahrplanmäßig Personenzüge zwischen der peruanischen Stadt Tacna und Arica
in Chile. In der Regel wird Montag bis Freitag zweimal und am Samstag einmal in jede Richtung gefahren. Die Strecke ging
von der Hafenverwaltung ENAPU an die Provinz Tacna über, die ein großes Interesse am Erhalt dieser Bahn hat. (FCN)
Komplettsperrung
Die S-Bahn-Strecke der MERVAL zwischen Valparaíso und Limache wird von Juni bis November 2005 komplett gesperrt, um
die Tunnelstrecke in Viña del Mar fertig stellen zu können. Die Bahn führt in Viña del Mar am Straßenrand mitten durch
eine der wichtigeren Städte des Landes, unzählige Bahnschranken müssen noch von Wärtern bei jeder Zugfahrt geschlossen
werden. Nicht nur die S-Bahn, sondern auch das Güterverkehrsunternehmen Fepasa benützt die Strecke.
Mitte Dezember 2005 wird die Staatsbahn EFE den Personenverkehr zwischen Temuco und Puerto Montt mit Dieseltriebwagen
aufnehmen. (FCN)
Staatsbahn - quo vadis?
Die Regierung möchte die Staatsbahn ENFE lieber heute als erst morgen loswerden. Die Streckenabschnitte Ibarra -
Primer Paso und San Lorenzo - Cachavi könnten demnächst stillgelegt werden. Dies wollen aber die Provinzen Imbabura und
Esmeraldas sowie die Gemeinden verhindern. Im Gegenteil, sie fordern die Rekonstruktion der ganzen Strecke ab Cajas über
Ibarra bis San Lorenzo und verlangen von der Regierung, dass ihnen die Strecke abgetreten wird. Die lokalen Behörden sind
bereit, 2 Mio. US$ zu investieren.
Der Touristenzug an Wochenenden zwischen Quito und Cotopaxi verkehrt nur noch unregelmäßig und nur wenn genügend
Fahrkarten in der Woche davor gekauft wurden. Ein Ende dieser Verbindung ist jederzeit möglich.
Der Zug von Riobamba über die Teufelsnase nach Sibambe verkehrt weiterhin Mittwoch, Freitag und Sonntag. Für diesen
Zug wird eine Lösung gesucht.
Im Tiefland verkehrten von Januar bis April 2005 gerade mal zwei Züge ab Durán nach Yaguachi, um Einheimische zu
religiösen Feiern in Yaguachi zu transportieren. Immerhin wurden die Züge von durchschnittlich 700 Passagieren benutzt. (FCN)
Kurze Reaktivierung
Der Einsturz einer Straßenbrücke zwischen Soyapango und San Salvador führte zu einer Reaktivierung der Staatsbahn
FENADESAL. Mit mehreren Zugpaaren an Werktagen führte sie bis zum 21. Mai 2005 einen Vorortverkehr zwischen den beiden
Städten durch, der von über 1.500 Personen am Tag benutzt wurde. Ein Unfall, bei dem eine Frau einen Fuß verlor, nachdem
sie unvorsichtigerweise vor den Zug geriet, und eine Hochwasserwarnung waren dann ab dem 21. Mai 2005 die willkommenen
Anlässe, die Bahn wieder still zu legen. Die Züge mussten sich nicht selten in Abständen von weniger als 20 cm an den
Bretterbuden in den Armenvierteln der beiden Städte vorbeischlängeln. (FCN)
Canadian Pacific (CP) investiert
Rund 160 Mio. US$ investiert die CP dieses Jahr in den so genannten West-Korridor zwischen Moose Jaw (Saskatchewan)
und Vancouver (British Columbia). Mit dem Ausbau von Teilstrecken auf Doppelspur sowie dem Neubau und der Verlängerung
von Ausweichstellen soll hier die Kapazität um 12 % erhöht werden, was mehr als 400 Waggons zusätzlich pro Tag entspricht.
Damit soll dem steigenden Kohlenverkehr und der schnell wachsenden Importen aus Asien Rechnung getragen werden. (TRAINS)
Stadtbahn zum Flughafen
Der Stadtrat von Calgary stimmte kürzlich dem Projekt einer Stadtbahnverlängerung zu Calgarys internationalem
Flughafen zu. Insgesamt sind für den drei Kilometer lan-gen Stadtbahnanschluss 231 Mio. CAN$ veranschlagt. Enthalten sind
darin neben 75 Mio. CAN$ für die Strecke sowie eine P+R-Anlage für 840 Fahrzeuge, 100 Mio. CAN$ für eine neue
Stadtbahnwerkstatt und 56 Mio. CAN$ für eine Umsteigeanlage in McKnight. Finanziert wird das Ganze weitgehend aus Mitteln
der Provinz Alberta, welche insgesamt 900 Mio. CAN$ für die Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur bereitstellt. (NaNa)
Ottawa erhält Stadtbahn
In Ottawa unterzeichneten Vertreter von Bundes- und Provinzregierung sowie Stadt eine Absichtserklärung zum Bau des
O-Train-Systems, einer Nord-Süd-Stadtbahnlinie. Sie soll vom Rideau Center über das Stadtzentrum nach South Nepean führen.
Mit der Aufnahme der Arbeiten an dem zwischen 560 und 700 Mio. CAN$ teuren Projekt soll im Sommer 2006 begonnen werden,
die Eröffnung wird für Herbst 2009 angestrebt.
Ottawa verfügt bis jetzt nur über ein gut ausgebautes Bussystem und eine Diesel-S-Bahn auf vorhandener Bahntrasse,
auf der drei Talent-Triebwagen von Bombardier verkehren. (NaNa)
S-Bahnbau in Sicht
Nach vielen Verzögerungen und Unklarheiten verblieben noch zwei Konsortien zum Bau der ersten S-Bahn Strecke ab
Ciudad de México. Erst als die Regierung zusagte, 50 % der Kosten für den Ausbau der Strecken zu gewährleisten, waren die
beiden Konsortien noch bereit zu bieten.
Die Konzession für die erste Strecke läuft auf 30 Jahre, wobei zuerst der 27 km lange Abschnitt vom Bahnhof Buenavista
in der Hauptstadt bis Cuautitlán in Betrieb genommen muss. Mit Elektrotriebwagen soll dann ein Taktverkehr angeboten
werden. Nach Abschluss der ersten Phase muss die Strecke um weitere 20 km bis Huehuehtoca verlängert werden. (FCN)
Neue Stadtbahn in L.A.
Die Metropolitan Transportation Authority (MTA) in Los Angeles konnte kürzlich die Finanzierung der neuen
Exposition-Stadtbahnlinie sicher stellen. Die rund 640 Mio. US$ teure und 15 km lange Strecke wird vom Stadtzentrum in
L.A. zur Station Venice/Washingtion in Culver City führen. Neun Zwischenstationen werden eingerichtet. Die überwiegend
oberirdisch verlaufende Strecke soll 2010 in Betrieb gehen. (NaNa)
Acela-Express stillgelegt
Amtrak zog im April seine komplette Flotte von Hochgeschwindigkeitszügen "Acela Express" aus dem Verkehr, nachdem
Haarrisse an den Bremsscheiben einiger Wagen festgestellt wurden. Verursacht wurden die Haarrisse durch Vibration und
Materialermüdung. Langsamere Metroliner und weitere Regionalzüge verkehren derzeit als Ersatz. Mit neuen Bremsscheiben
gingen die ersten beiden Acela´s am 11. Juli wieder in Betrieb. Die übrigen Einheiten folgen sukzessive, wenn auch sie
mit den neuen Scheiben ausgestattet sind.
Dies ist schon die zweite Außerbetriebnahme der Expresszüge, welche 2000 ihren Dienst aufnahmen. Inzwischen werden
Vermutungen geäußert, dass die Kombination von TGV-ähnlichen Hochgeschwindigkeitszügen und amerikanischen Gleisen nicht
besonders glücklich ist. (RD)
US-Bahn will Sprit sparen
Immer höhere Kraftstoffpreise zwingen nun auch US-Bahnen zum Handeln: Die Union Pacific (UP) belohnt zwischenzeitlich
ihre Lokführer für das Einsparen von Kraftstoff. Immerhin verbraucht die UP rund 3,25 Mio. Gallonen Diesel täglich.
Im so genannten "Fuel Master"-Programm werden die monatlichen Verbrauchswerte aller Lokführer in verschiedenen Regionen
miteinander verglichen. Differenziert wird z.B. nach flachem oder bergigem Terrain. Die 10 bis 15 % besten Lokführer jeder
Kategorie erhalten dann einen 50-US$-Tankgutschein zum persönlichen Gebrauch. Mehr als 1.000 Lokführer auf zwölf Routen in
Wyoming, Nebraska, Kansas und Missouri nehmen derzeit an diesem Programm teil. (TRAINS)
Neubaustrecke in Alaska
Das Projekt der bundesstaatlichen Alaska Railroad, ihre Hauptstrecke um rund 80 Meilen zu verlängern, ist ein gutes
Stück vorangekommen. Die Federal Railroad Administration (FRA) gewährte einen Zuschuss in Höhe von 14 Mio. US$, um
Umweltuntersuchungen und bautechnische Vorarbeiten durchzuführen. Die Neubaustrecke soll vom Gebiet um Moose Creek
südöstlich nach Fort Greely bei Delta Junction führen und eine 15 Meilen lange Nebenstrecke von Flag Hill zum
militärischen Übungsgebiet von Blair Lakes. umfassen.
Ferner erhielt die Alaska von der FRA 24,8 Mio. US$ für Verbesserungsmaßnahmen an ihrer bestehenden Hauptstrecke. (TRAINS)
KCS expandiert
Die kleinste der sieben großen nordamerikanischen Bahngesellschaften, Kansas City Southern (KCS), hat es endlich
geschafft: Nach langem Hin und Her konnte sich KCS die mexikanische Transportation Ferroviaria Mexicana (TFM) für
schlappe 660 Mio. US$ einverleiben.
Der am 1. April vollendete Handel beinhaltet auch den US-Ableger Texas Mexican Railway. TFM betreibt u.a. die wichtige
Route von Mexico City nach Laredo (Texas). Diese Strecke wird KCS helfen, eine gutes und schnelles Angebot zwischen
Mexiko und den USA aufzubauen, um besser gegen die Konkurrenten UP und BNSF bestehen zu können. (TRAINS)
Unter den Schienen zu Hause
Manan, ein Junge aus dem indischen Himalaya, wurde von seinen Eltern nach Delhi geschickt um zu arbeiten. Weil er dort
häufig geschlagen wurde, ist er irgendwann abgehauen und lebt seitdem mit seinen Freunden unter den Eisenbahngleisen.
Unter den Gleisen? Tatsächlich haben Manan und seine Freunde zwischen den Gleisen unter einem abgestellten Zug ein Loch
zum Schlafen gefunden. "Hier unten auf den Kartons schlafen wir und verstecken unsere Sachen. Wenn die Fernzüge kommen,
gibt es hier am Bahnhof den besten Müll der Stadt. Manchmal finden wir auch Geld oder alte Kleider. In den Nachtzügen ist
meist noch was zu essen da." (Misereor aktuell)
Kühe in Frankreich
Fünf Kühe haben sich in Südfrankreich auf der Flucht vor Blitz und Donner in einem Eisenbahntunnel versteckt. Dort
wurden sie am Dienstag morgen von einem Zug überrollt. Keines der Tiere überlebte den Zusammenprall, wie die Polizei von
Montauban berichtete.
Die Kühe waren in der Nacht von Montag auf Dienstag aus ihrem Stall ausgebrochen. Nach dem Unfall war der
Schienenverkehr auf der Strecke zwischen Toulouse und Limoges für Stunden unterbrochen. (FAZ)
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Webmaster 02.02.2006 | ![]() |