Nachrichten 4/2005


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USA
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Frankreich / Spanien - Russland / Ukraine
Das Letzte


USA [4/2005]

Bombardier baut Nahverkehrszüge
Bombardier (Kanada) baut Doppelstock-Nahverkehrszüge für die Utah Transit, die damit eine Verbindung zwischen North Weber County und Salt Lake City sowie zwischen Brigham und Payson aufbauen will. Für 24 Mio. EUR werden 23 Züge geliefert. Vergleichbare Züge laufen bereits in elf Betrieben in Kanada und den USA, die für Mexico City werden gerade ausgeliefert.
NaNa 30/2005

Nahverkehr läuft wieder an
Durch Kathrina wurde auch ein Grossteil der Anlagen und Fahrzeuge in New Orleans zerstört. Während 190 Busse unter Totalverlust abzubuchen sind, haben die 35 historischen Straßenbahnen der St.-Charles-Linie aus den 20er Jahren den Sturm weitgehend unbeschadet überstanden. Allerdings wurden Gleisanlagen und Oberleitungen in Mitleidenschaft gezogen. Übler sieht es bei der erst 2004 eröffneten zweiten Strecke, der Canal-Street-Linie (Nomen est Omen!) aus. Hier wurden 24 der nach historischem Vorbild neu aufgebauten Fahrzeuge Opfer der Fluten. Die dritte Strecke, die Riverfront-Linie, ist weitgehend unbeschädigt, allerdings wurden hier sechs Fahrzeuge stark in Mitleidenschaft gezogen.
NaNa 30/2005

Konzentrationsprozess bei amerikanischen Regionalbahnen geht weiter
Seit den achtziger Jahren haben die großen nordamerikanischen Bahnen viele, weniger wichtige Strecken an eine Vielzahl kleinerer Bahnen verkauft oder verpachtet. In den letzten Jahren haben viele kleinere Betreiber aufgegeben und ihre Strecken an wenige Spezialisten weiter gereicht. So hat Genesee & Wyoming 2004 die vier Betriebe von Georga Pacific und die Peoria & Pekin Union übernommen. 2005 kamen 14 Bahnen von Rail Management & Consulting hinzu.
Auch Rail America blieb nicht untätig und hat kürzlich die vier Strecken von Alcoa gekauft, nachdem 2001 schon Park Sierra und States Rail mit jeweils mehreren Betrieben eingegliedert worden waren. Dazu kamen jeweils weitere Strecken von den großen Bahngesellschaften.

Trains, Extra2200South


Indien [4/2005]

Kettenreaktion verursacht Zugkatastrophe in Indien
Der späte und überheftige Monsun diesen Jahres hat eine weitere schwere Zugkatastrophe in Indien ausgelöst. Durch die starken Regenfälle wurde in Südindien ein Stausee zum Überlaufen gebracht. Dadurch wurde ein Teil der Strecke nach Diwali überflutet und unterspült. Der voll besetzte Nachtzug entgleiste, die meisten der Opfer wurden offenbar im Schlaf überrascht und ertranken. Erste Zählungen sprachen von 110 Toten, es wurden weitere Opfer vermutet, da der Zug mit 2.000 Reisenden aufgrund des bevorstehenden Lichterfestes überfüllt war.
FR 31.10.2005


Korea [4/2005]

Grenzüberschreitend
Im Oktober sollte der durchgehende Zugverkehr zwischen Nord- und Südkorea wieder eröffnet werden. Die Verbindung verläuft an der Westküste und bedient u.a. ein Industriegebiet nördlich der Grenze. Eine zweite Linie an der Ostküste verzögert sich aufgrund der schwierigen Geländelage.
RD 10/2005


Saudi-Arabien [4/2005]

Neues Eisenbahnmuseum in Medina

Nachdem die brachliegenden Reste der Hedjazbahn in Saudi Arabien jahrzehntelang dem Verfall preisgegeben waren, ist von geradezu sensationellen Vorgängen zu berichten: Gegenwärtig wird der ehemalige Bahnhof von Medina zu einem Eisenbahnmuseum aufgebaut! So wurde bereits das eingestürzte Dach des Lokschuppens wiederhergestellt und mit dem Verlegen neuer Gleise innerhalb des gesamten Bahnhofsareals begonnen. Knapp die Hälfte der 1908 vorhandenen Gleisanlagen soll wieder neu entstehen.
Daraus resultierende Spekulationen, das man womöglich auch eine der zahlreichen Lokomotiven wieder in Betrieb nehmen könnte, erscheinen nicht allzu abwegig! Auch das einstmals prächtige, aber längst verfallene Empfangsgebäude wird in die Planungen miteinbezogen. Ein erstaunlicher Umgang mit einem einstmals verhassten Instrument der türkischen Besatzungszeit! Wer sich näher informieren möchte, findet unter http://nabataea.net/medinam.html entsprechende Planungsskizzen und zahllose Fotos. Leider wird jedoch kaum ein Leser dieses Museum jemals in Natur zu Gesicht bekommen: Bekanntlich ist das Betreten der Stadt - eine der heiligsten Stätten des Islam - für Nicht-Moslems verboten.

Arabische Loks überleben Kathrina Saudi Arabien hat bei EMD, zum vierten Mal seit 1981, weitere Lokomotiven der Baureihe SDL50 für die 950 km lange Strecke zwischen Dammam (am Golf) und Riad bestellt. Damit wird der Bestand an dieser Baureihe auf 31 Stück steigen, die neuen Maschinen unterscheiden sich nicht in der Leistung (3.500 hp, 16-Zylinder-Motoren) von den bisher gelieferten. Die Maschinen wurden in London gebaut und dann zunächst nach New Orleans überführt. Obwohl bei "Kathrina" vier der Maschinen im Freien standen und zunächst schon der Totalverlust befürchtet worden war, haben diese den Sturm mit kleinsten Schäden gut überstanden.
Locomotive News&Photos 12/2005


Frankreich / Spanien [4/2005]

Schnellverbindung II
Zwischen Frankreich (Perpignan) und Spanien (Figueres) wird eine 44 km lange Hochgeschwindigkeitsstrecke in Normalspur neu gebaut. Die Reisegeschwindigkeit wird bei 350 km/h liegen und sowohl die Befahrung mit TGV als auch mit den spanischen AVE ermöglichen. Die Reisezeit zwischen Barcelona und Montpellier wird damit auf 2:10 h verkürzt. Auch die Befahrung durch Güterzüge ist vorgesehen.
Betreiber der neuen Strecke wird eine Gesellschaft namens TP Ferro, welche dafür eine 50-Jahre-Konzession erhält. Die Eröffnung ist für 2009 vorgesehen.
RD 10/2005


Russland / Ukraine [4/2005]

Schnellverbindung I
Mit der Einführung des "Metropolitan Express" zwischen Kiew und Moskau verkürzt sich die Fahrzeit von bisher 13 bis 14 Stunden auf 9½ h. Der Ausbau der Strecke erlaubt jetzt eine Höchstgeschwindigkeit von 140 km/h. Die Züge bestehen aus jeweils 16 Waggons inklusive Schlaf- und Speisewagen.
RD 10/2005


Das Letzte [4/2005]

S-Bahn Athen voll HINTER Plan
Am 27. September wurde immerhin der S-Bahn-Betrieb zwischen Athen und Korinth aufgenommen. Auf den bisherigen Schmalspurstrecke verkehren nun moderne Dieseltriebwagen. Die eigentlich vorgesehenen Desiro-Elektrotriebwagen rosten derzeit weiter in Thessaloniki vor sich hin, da von der geplanten Elektrifizierung derzeit überhaupt keine Rede mehr ist. Zahlreiche andere Bauarbeiten sind noch fern aller Fertigstellung. In 25 Jahren sollen immerhin alle P&R-Parkplätze fertiggestellt sein.
Die Eröffnung wurde seit zehn Monaten mehrfach verschoben, u.a. einmal, weil der Verkehrsminister "keine Zeit" hatte. Allerdings wurde verlautbart, die Vermutung, dass der den Hörern des Senders SWR3 bestens bekannte Verwaltungsbeamte "Korintos Kackus" seine Hand im Spiel gehabt habe, sei nur ein Gerücht.

NaNa 30/2005


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