Indien, II/2009

Zug-Entführungen in Indien

Im April haben maoistische Rebellen im indischen Bundesstaat Jharkand einen Zug mit rund 500 Reisenden in ihre Gewalt gebracht und entführt. Sie haben den Lokführer gezwungen, den Bahnhof von Latehar, einer Rebellen-Hochburg, anzusteuern. Nach Mitteilung der Polizei haben sie später den Zug und verlassen und sind in den nahe gelegenen Dschungel geflüchtet. Alle Entführten sind unverletzt geblieben. Die Rebellen hatten bereits zu Beginn der indischen Parlamentswahlen mehrere Anschläge verübt, bei denen 16 Menschen ums Leben kamen; u.a. sprengten sie einen Bahnhof in Jharkhand. In der Vergangenheit haben Terroristen in Indien schon mehrfach Personenzüge in ihre Gewalt gebracht. (FAZ)

Güterverkehr-Magistrale

Der Bau des ersten Abschnitts eines geplanten Ostkorridors für den Güterverkehr hat begonnen. Der neue, 1.256 km lange Ostkorridor soll einmal Howrah Kolkata mit Ludhiana verbinden. Zwei Drittel der Neubaustrecke sollen zweigleisig ausgeführt werden, etwa ein Drittel soll eingleisig verbleiben. Die Strecke wird elektrifiziert werden und ist auf die Beförderung von bis zu 100 km/h schnellen und bis zu 1.500 Meter langen Güterzügen ausgelegt. Sie soll innerhalb von sieben Jahren komplett fertig gestellt sein. (RD)

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