Dampflokeinsatz weltweit

Dampfloks im kommerziellen, nicht touristischen Einsatz findet man inzwischen nur noch in drei Ländern, und fast nur in untergeordneten Diensten. Immerhin, es gibt noch Plandampf, und die Spannung steigt, welches Land und welcher Ort den Ehrentitel „die Letzten“ tragen wird. Nach Australien, Nordamerika und Südamerika ist nun auch Afrika aus dem Rennen ausgeschieden. In Zimbabwe hatte die Kohlemine in Hwange im Jahr 2018 eine Garratt der Staatsbahn ausgeliehen. Mitte November wurde die Lok nach Bulawayo zurückgegeben. Man sagt, dass die Personale die Lok absichtlich beschädigt haben, weil sie keine Lust auf die alte Technik hatten. Nun wird bei Bedarf ein Diesel ausgeliehen.

In Europa hat sich in Bosnien der Dampflokeinsatz bei drei Kohleminen im Raum Tuzla gehalten: Šikulje (eine Lok der BR 33 rangiert, entspricht der deutschen BR 52), Dubrave (ebenfalls eine 33 im Rangierdienst) und Banovići (Rangiereinsätze auf Schmalspur 760 mm und Normalspur).

In Indonesien setzte die Zuckerfabrik Purwodadi bei Madiun als letzte Mühle auch in der Erntesaison 2018 noch täglich zwei Dampfloks vor Übergabezügen ein.

In China ist die Kohlemine Sandaoling im fernen Westen (Provinz Xinjiang) der aktivste Betrieb und weist mit Abstand das interessanteste Geschehen weltweit auf. Vier bis sieben Loks der Baureihe JS befördern täglich schwere Kohlezüge und rangieren in den Minen. Nach derzeitiger Planung soll der Tagebau im Jahr 2020 geschlossen werden. Daneben wurden Dampfloks im Jahr 2018 gesichtet in Jiutei (Provinz Jilin, eine SY zwei- bis dreimal pro Woche vor Übergabezügen) und in Wujiu (Provinz Innere Mongolei, eine SY sporadisch im Rangierdienst).

Nicht berücksichtigt sind in dieser Liste die Dampfspeicherloks. Feuerlose Loks werden noch eingesetzt in Deutschland (Osnabrück, Herne, Amsdorf, Stassfurt und Mannheim), Österreich (Ulmerfeld Hausmening), Slowenien (Ljubljana) und Indonesien (Zuckerfabriken Semboro und Pagottan).

(Internet / Rob Dickinson, AI)

 

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