Bulgarien, IV/2009

Modernisierungen

Neben dem Neubau einer zweiten Donaubrücke zwischen dem bulgarischen Vidin und dem rumänischen Calafat werden im Bereich der bulgarischen Eisenbahninfrastruktur derzeit auch zahlreiche Bahnhöfe erneuert. Die Elektrifizierungsarbeiten an der Strecke Plovdiv – Svilengrad – türkische Grenze schreiten ebenfalls voran. Selektiv wurde die Strecke Plovdiv – Dimitrovgrad auch zweigleisig ausgebaut. Auf diesen Abschnitt konzentrieren sich derzeit auch die Elektrifizierungsarbeiten.

Durch die Inbetriebnahme von 25 Einheiten Diesel-Desiros (BDŽ-Reihe 10) sowie ebenfalls 25 Garnituren elektrischer Desiros (15 Triebwagen als Reihe 30 in dreiteiliger Ausführung, 10 Triebwagen als Reihe 31 vierteilig) konnte die Nahverkehrsflotte der BDŽ in den letzten Jahren bedeutend verjüngt werden. Die Triebwagen werden flächendeckend im ganzen Land eingesetzt und sind buchmäßig allesamt in Varna stationiert. Zwischen Sofia und Pernik konnte zum Fahrplanwechsel im Dezember 2008 ein Taktverkehr eingeführt werden, der ausschließlich mit den Triebwagen der Reihen 30 und 31 gefahren wird. Ebenso wird zwischen Plovdiv und Asenovgrad ein Stundentakt gefahren.

Von den Waggonwerken in Dryanovo (auf der Balkan-Transversale zwischen Gorna Orjachovica und Stara Zagora gelegen) werden derzeit 40 Reisezugwagen unterschiedlicher Gattungen aufgearbeitet. Die Arbeiten umfassen auch die Ausstattung mit Klimaanlage und automatischer Türschließeinrichtung. Mit den bereits von der DB erworbenen Nahverkehrs- und IR-Wagen können die BDŽ somit auch im Fernverkehr adäquates Wagenmaterial anbieten. In den nächsten fünf Jahren sollen 60 % der jetzt in Betrieb stehenden Reisezugwagen ersetzt werden.

Schließlich wurden auch insgesamt 30 gebrauchte Schlafwagen von der Deutschen Bahn AG an die BDŽ verkauft. Nach einer Aufarbeitung in bulgarischen Waggonwerken werden sie nach und nach in Betrieb genommen und werden auch in den internationalen Nachtzügen nach Wien oder Budapest eingesetzt. Die BDŽ können dadurch ihre alten Schlafwagen ersetzen, die am Ende ihrer Nutzungsdauer angelangt sind. (Železnoputen Transport)

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